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Zu wenig Zeit für zu viele Sehenswürdigkeiten

Magirus Rundhauber(sc). Inzwischen ist es zu einer festen Gewohnheit geworden im März auf die Landesmesse nahe Stuttgart zu fahren, und die Retro Classics zu besuchen, genauer den dortigen Stand des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg. Drehte sich die Ausstellung im letzten Jahr um fahrbare Feuerwehrleitern (das FWNetz berichtete), stand der Name bzw. das Produkt Magirus im Mittelpunkt der diesjährigen Schau, die wie immer von Harald Pflüger zusammengestellt wurde. Bis ich nun den vollständigen Artikel über das Opus des Magirus‘ fertig gestellt habe, präsentiere ich an dieser Stelle einige Fotos, die Exponate aus den anderen Austellungshallen zeigen, und schreibe ein wenig über die Ausstellung selbst.

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(iw) Am 20. Februar 2003 kamen nicht weniger als 100 Menschen beim als „Station nightclub“ bekannten Feuer in Rhode Island, USA, ums Leben. Feuerinfernos in Discos mit hoher Anzahl an Todesopfer sind beileibe keine Seltenheit  – so eben in Bangkok geschehen – und die Ursachen sind fast immer die gleichen: Deko fängt Feuer, zu wenige Notausgänge.

stationfirestart

Als das Feuer begann (1)

Dieses Feuer hat jedoch eine Besonderheit: Von der Entstehung und Ausbreitung des Feuers bus hin zum Vollbrand wurde gefilmt. Man sieht die Anfänge, als die Band Great White etwas Feuerwerk bzw. Funken absprüht. Zwei lange und fast unerträgliche Minuten später haben diejenigen, die sich nicht ins Freie flüchten konnten, bereits keine Überlebenschance mehr.

Über das Ausmaß der menschlichen Tragödie hinaus empfiehlt sich der „fachkundige“ Blick auf die Ausbreitung des Rauchs – Feuer ist nicht viel zu sehen, aber Kunststoff bzw. brennender Dämmstoff gast extrem stark aus. Im Bereich des später verstopften Ausgangsbereichs sieht man bereits bei der Flucht des Kameramanns, wie der Rauch herausgedrückt wird. Hier also der Film, übrigens auch in voller Länge (12 Minuten, wmv, 25mb) hier zum Download erhältlich:

Zur schnellen Ausbreitung lesen wor folgendes bei Wikipedia:

„The flames were first thought to be part of the act(…)Twenty seconds after the pyrotechnics ended, the band stopped playing(…)In less than a minute, the entire stage was engulfed in flames“

Zuerst dachte man, die Flammen wären Teil der Show. Zwanzig nachdem die Pyrotechnik endete, hörte die Band auf zu spielen. Eine Minute später stand die gesamte Bühne in Flammen.

Witnesses to the fire reported that once ignited, flames spread across the foam at approximately one foot per second.

Laut Zeugenaussagen breiteten sich die Flammen mit ca. 30cm pro Sekunde aus.

Auch hier wieder festzustellen die Tatsache, dass Menschen die aufkommende Gefahr zunächst nicht einschätzen können. Wer schon mal die Aufnahmen vom Stadionbrand in Bradford gesehen hat, dürfte das kennen: dort feierten Fans noch auf dem Platz, als die Tribüne hinter ihnen bereits in großer Ausdehnung brannte.

„only as the fire reached the ceiling and smoke began to billow did people realize it was uncontrolled.“

Als das Feuer die Decke erreichte und eine starke Rauchentwicklung entstand, wurde den Leuten klar, dass das ausser Kontrolle gerate war.

Der letzte, für uns als Feuerwehr relevante Punkt ist der Stress. Einerseits ist es außerordentlich stressig, dieses Video in voller länge zu betrachten, andererseits ist das eine Situation, die uns nun mal beim Eintreffen am Einsatzort erwarten kann – Gott bewahre. Nur muss man sich klar sein, dass alles Andere als ein Papiertonnenbrand ist.

station_plan

Grundriss mit Fundort der Toten. Der Ausgang ist unten in der Mitte. (2)

Bilder: (1) Wikimedia Commons, (2) Wikimedia Commons
Maps: West Warwick

[Cosas de Bomberos]

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Von Thomas Zawadke

Die Ottobrunner Feuerwehr als Gastgeber des 12. Kreisjugendfeuerwehrtages hatte in diesem Jahr gleich zwei gute Gründe zu feiern.

Die Jugendfeuerwehr der Feuerwehr Ottobrunn feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Gründungsjubiläum und vor genau 50 Jahren feierte die junge Gemeinde die Fahrzeugweihe ihres TLF 16.

Grund genug für die Feuerwehr ein Oldtimertreffen zu organisieren. Die Veranstaltung lässt sich mit wenigen Worten beschreiben: tolles Wetter, tolle Stimmung, tolle Fahrzeuge, tolle Organisation und gutes Essen.

Klaus Fischer (in der eigenen Wehr hört er übrigens auch auf den Namen „Kare“) hatte, zusammen mit meinem Bruder die Aufgabe der Vorbereitung und Organisation übernommen. Mit Fahrrad und Funkgerät pendelte er zwischen dem Aufstellungsplatz und dem Melde- und Fotografenplatz hin und her um Ordnung in „Raum und Zeit“ zu schaffen. Selbst ein PKW-Unfall (irgendjemand, der auch im Ort rasen muss…die Feuerwehr Ottobrunn war aber schnell zur Stelle) auf der Rundfahrtstrecke konnte ihn nicht aus der Ruhe bringen.

Das Geburtstagskind war übrigens das erste neu gekaufte Fahrzeug der Ottobrunner und die Anschaffung erfolgte gegen den Widerstand der damaligen Kreisfeuerwehrführung, die aufgrund des ungeheizten Feuerwehrhauses ein LF 8 vorgeschlagen hatte. Das TLF wurde bis 1981 in Ottobrunn und dann von der FF Börwang im Oberallgäu übernommen bis 1993 eingesetzt. Mein Bruder Markus ist, neben vielen anderen schönen historischen Fahrzeugen, heute im Besitz des sehr gut erhaltenen Fahrzeugs aus Ottobrunn. (Werbung in „familiärer“ Angelegenheit: www.rundhauberfreunde.de).

Das für die Fotos am Vormittag erhoffte sonnige Wetter (es war etwas nebelig und kalt) hat nur die Profifotographen genervt. Nachmittags kamen aber auch diese so richtig auf ihre Kosten.

Insgesamt haben 72 Oldtimer an der Veranstaltung in Ottobrunn teilgenommen. Die nach der Registrierung und dem Fotoshooting auf dem Festplatz so richtig schön in Reih und Glied aufgestellt wurden. Ein Paar Impressionen vom „Platz“ und von der „Strecke“ sind in der Bilderserie festgehalten.

Ein Team von ausgesuchten „Kennern der Szene“ hatte dann die ehrenvolle Aufgabe nach unterschiedlichen Kriterien die Fahrzeuge zu bewertet. Zu verstehen war diese Aktion aber eher als Danke an die Teilnehmer und Sammler der Oldtimer die teils große Anstrengungen unternommen haben um mit ihren „Schätzchen“ teilzunehmen.

Wer nicht prämiert wurde, hatte bei dem interessant angelegten Korso durch die Gemeinde das Gefühl für eine kurze Zeit „wichtig“ zu sein, denn die Bevölkerung hat mit großer Anteilnahme und Freude den Umzug begleitet. Die notgedrungen nicht als umweltfreundlich einzustufenden aber unvermeidlichen Abgase müssen als Werbungskosten für Nachwuchswerbung verbucht werden.

Noch ein familiärer Hinweis sei erlaubt: Der Name Zawadke ist mit der Feuerwehr Ottobrunn in sehr vielfältiger Weise „verbunden“ obwohl nie einer aus dem „Clan“ aktives Mitglied war. Meine Vettern und Brüder taten Dienst im angrenzenden Münchener Stadtteil bei der Abteilung Waldperlach der Feuerwehr München.

Wir hatten aber von jeher gute Kontakte zur Ottobrunner Feuerwehr. Mit dem damaligen Kommandanten Erwin Ettl (heute ist er KBI) wurden so manche „landkreisübergreifende Übungen“ organisiert.

Eine Person ist in ganz besondere Weise mit der Feuerwehr verbunden. Es ist mein Onkel Anton Zawadke, der viele Jahrzehnte als Pfarrer der Gemeinde St. Otto tätig war. Er ist heute einer der sehr wenigen Ehrenmitglieder der Feuerwehr Ottobrunn und hat vermutlich die meisten (wenn nicht sogar alle) Fahrzeuge dieser Wehr geweiht. Er ließ es sich nicht nehmen, trotz angeschlagener Gesundheit, vor „seiner“ Kirche mit einem Schild die Teilnehmer der Rundfahrt zu begrüßen.

Kategorie Fahrzeug
Älteste motorisierte Fahrzeug LF 15 der FF Holzkirchen
Weiteste Anfahrt TLF 15 der FF Höchstadt an der Aisch
Gruppe mit den meisten Fahrzeugen HMF Bayern e.V.
Originalste Fahrzeuge TLF 16 der FF Dietmannsried
LB 30 von HMF Bayern e.V. (ehemals FF Neuried)
Seltenste Fahrzeug FF Großkarolinenfeld
Kdow von Markus Zawadke (ehemals BF München)
Beste Restaurierung Kdow der FF Memmingen
TLF 16 der FF Ebersberg
Das schönste Fahrzeug – Sonderpreis der Jugendlichen der Jugendfeuerwehren Landkreis München SW der FF Hochbrück
Traktor mit TSA der FF Wartenberg

„Kare“ in Aktion um die „Oldis“ in Reih und Glied „antreten“ zu lassen

Schon beim Fotoshooting einer der großen Stars. Das älteste Fahrzeug aus Holzkirchen aus dem Jahr 1929.

Besonders die weibliche Jugend fand den Borgward einfach nur „süß“….

Viele Fahrzeuge und noch mehr Besucher….

Das war mein Blick durch die Panoramascheibe über die Motorhaube des Dodge aus Römerswil/CH kurz vor der Abfahrt zur Rundfahrt….

Das war mein Blick in den Rückspiegel….

„meinem“ TLF 1800 folgten noch viele TLF….

Pfarrer Anton Zawadke hatte sichtlich Freude an den Oldtimern…

…so wie die Jugend der Feuerwehr aus der französischen Partnergemeinde…..

Jeder Oldtimer wurde mit Laola-Welle und Klatschen begrüßt

Versorgung stimmt – Essen und Trinken gut und reichlich!

Einer der beiden Sieger in der Kategorie „originalstes Fahrzeug“

„Florian München 12 rückt wieder ein“

BILD FOLGT
Das Geburtstagskind – TLF 16, Baujahr 1958 der Feuerwehr Ottobrunn

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Dieses Bild wurde auf den Philippinen aufgenommen, es zeigt Mitglieder der freiwilligen und selbst finanzierten (!) Feuerwehr Federation Fire beim schieben ihres Fahrzeugs anlässlich Weihnachten.

Es ist Tradition, stärkt den Teamgeist und bereitet auf leere Batterien vor.

All credits to Flickr user Hubsio. Many thanks and kind regards!

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Über ein fantastisches Bild bei Flickr gestolpert. Steve Kassing war so freundlich, mir die Veröffentlichung hier zu genehmigen (thanks, Steve!). Aufgenommen hat er den Augenblick, als das „Feuerwehr“auto auseinander fiel und das Ganze somit als Unfall auf Einsatzfahrt gelten kann. Zusammenstoss auch ganz knapp verfehlt! Weiterlesen…

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Zwar nicht viel zu schreiben, dafür aber umso eindrucksvollere Bilder konnte der Autor bei der Ausstellung „Feuerwehrfahrzeuge im Modell“ im Spital Ravensburg während des Landesfeuerwehrtages Baden-Württemberg sammeln. Man achte auf die Authentizität und Detailgenauigkeit der Exponate in der folgenden Bilderfolge:

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Wer von Feuerwehr spricht, meint meistens Fahrzeugtechnik, Taktik oder Ausbildungsinhalte. Es gibt aber auch Interessen, die sich mehr oder weniger in Nischen verstecken. Zweifelsohne gehört die Feuerwehr- Philatelie dazu. Der Arbeitskreis Feuerwehrgeschichte des Stadtfeuerwehrverbandes Stuttgart zeigte in einer Ausstellung im Rahmen des Landesfeuerwehrtages im Foyer des Rathauses in Ravensburg vom 19. bis 22. Juni 2008 Darstellungen außergewöhnlicher Brände auf Postkarten, Briefumschlägen und Postwertzeichen sowie in Sonderstempeln. Außerdem gab der Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg zusammen mit der Deutschen Post AG einen Sonderstempel zum 10. Landesfeuerwehrtag in Ravensburg/Weingarten heraus.

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Hier noch ein „Nachzügler“-Artikel, der sich auf die bereits erschienen und auch noch erscheinenden Artikel zum und über den vergangenen baden-württembergischen Landesfeuerwehrtag bezieht.

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(Autor: Stefan Cimander). Beim Funken rufen wir ihn an und bitten symbolisch um seinen Beistand. Die Rede ist vom Heiligen St. Florian. Im Feuerwehrwesen begegnen wir ihm aber auch als Plastik, als Gemälde oder als Malerei auf unzähligen Feuerwehrhäusern. Dargestellt wird er als römischer Legionär mit Fahne ,Wasserschaff und mit einem Mühlstein um den Hals. Aber warum begegnen wir ihm in der Feuerwehr? Ein Erklärungsversuch, anlässlich des zurückliegenden Namenstages von Florian.

Wenn es brennt, wird der Heilige St. Florian angerufen

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