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Brandenburg/Bayern, (sst). In der Hochwasser-Region Brandenburgs stabilisiert sich die Lage. In Frankfurt an der Oder sank der Pegelstand nach Informationen des Meldezentrums um 18 Zentimeter. Insgesamt liege er aber noch immer auf sehr hohem Niveau.

Die Flutwelle auf der Oder wanderte weiter Richtung Norden. Der Scheitel der Welle bewegte sich von Kienitz im Oderbruch in Richtung Ostsee-Mündung.

Sorgen machen allerdings die Wasserstände der Warthe in Polen. Der Scheitel des Flusses trifft in fünf bis sechs Tagen auf das Oder-Hochwasser im polnischen Kostrzyn. Dadurch wird nach Angaben des Hochwasserzentrums der Rückgang der Oder verzögert. „Wir erwarten dadurch aber keinen neuen Höchstwasserstand“, sagte die Sprecherin.

In Frankfurt an der Oder und im angrenzenden Kreis Oder-Spree wurde die höchste Alarmstufe 4 inzwischen wieder aufgehoben. Damit gilt jetzt fast überall am Fluss die Alarmstufe 3, mit der ein Wachdienst udn der Einsatz von Deichläufern verbunden ist.

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck hatte gestern bei einem Besuch des Deiches in der Nähe von Küstrin-Kietz im Kreis Märkisch- Oderland vor einem Deichbruch gewarnt: „Wenn etwas bricht, würde das Oderbruch wie eine Badewanne volllaufen.“ Sollte auf polnischer Seite ein Deich brechen, würde sich das nach Angaben von Experten bis hinunter nach Frankfurt an der Oder und Slubice auswirken. [Quelle: Tagesschau]

Dauerregen lässt Flüsse in Bayern ansteigen

Das schlechte Wetter mit Dauerregen hat die Flüsse in Bayern vielerorts stark ansteigen lassen. Während die Lage in Franken normal ist, sind in Schwaben und Altbayern Keller vollgelaufen und einzelne Straßenabschnitte gesperrt. In Passau sind ufernahe Straßen überflutet.

In Niederbayern sind immer mehr kleinere Flüsse vom Hochwasser betroffen. An der Großen und Kleinen Vils im Landkreis Landshut wurde inzwischen teilweise die höchste Hochwassermeldestufe vier überschritten. Die Vilstalauen sind weiträumig überflutet, mehrere Straßen gesperrt. Einige Häuser sind inzwischen vom Wasser umspült. Auch die Isar in Landshut steigt weiter an, dort dürfte im Lauf der Nacht die Hochwassermeldestufe drei überschritten werden.

Seit gestern Abend registrierte die Einsatzzentrale beim Polizeipräsidium Oberbayern-Süd in Rosenheim über 350 Einsätze für die Polizei und die örtlichen Feuerwehren. Schwerpunkte waren dabei die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land. In den meisten Fällen ging es darum, überflutete Straßen für den Verkehr zu sperren, unter Wasser stehende Keller auszupumpen und vom Rutschen bedrohte Hänge zu sichern. Außerdem stürzten in einigen Regionen Bäume um und mussten von den Fahrbahnen geräumt werden. [Quelle: Bayrischer Rundfunk]

Potsdam (bb), (ots). In der vom Hochwasser betroffenen Oderregion gibt es nach Einschätzung von Innenminister Rainer Speer auch weiterhin keinen Anlass für Entwarnung. Trotz derzeit sinkender Pegelstände von Ratzdorf bis Frankfurt (Oder) sei der Wasserstand im gesamten brandenburgischen Oderabschnitt nach wie vor „außergewöhnlich hoch“, sagte Speer heute in Potsdam. Der Hochwasserscheitel bewege sich derzeit nördlich von Frankfurt durch das Oderbruch in Richtung der Uckermark. Dort steigen die Pegelstände, in der Uckermark gilt seit heute Morgen Alarmstufe III. Im Landkreis Märkisch Oderland sind seit dem Morgen eine Einsatzhundertschaft der Bundespolizei und etwa 50 Beamte der Landespolizei zur Sicherung von Deichverteidigungswegen eingesetzt.

Innenminister Rainer Speer betonte: „Die Lage an der Oder bleibt trotz der leicht rückläufigen Pegelstände im südlichen Flussverlauf angespannt. Es wird im günstigen Fall mindestens noch mehrere Tage dauern, bis das Hochwasser stärker abzulaufen beginnt und der enorme Druck auf die Deiche nachlässt. Das setzt aber voraus, dass die vorhergesagten Regenfälle im Einzugsgebiet der Oder nicht zu stark ausfallen. Die Deiche halten im gesamten Oderverlauf in Brandenburg, aber es bedarf weiterhin allergrößter Aufmerksamkeit. Wir werden mit unseren Anstrengungen nicht nachlassen.“

Der Minister dankte allen eingesetzten Kräften von Feuerwehren, Polizei, Katastrophenschutz und Hilfsorganisationen – insbesondere den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern – für die bislang geleistete Arbeit. „Es hat sich erneut gezeigt, dass wir uns auf unsere Freiwilligen Feuerwehren, die Einheiten des Katastrophenschutzes und der Rettungsdienste sowie die ehrenamtlichen Kräfte des Technischen Hilfswerks verlassen können, wenn es darauf ankommt. Ohne sie wären wir in derartigen Situationen aufgeschmissen. Sie haben bislang rund um die Uhr hervorragende Arbeit geleistet, um die Deiche auf der gesamten Länge erfolgreich zu verteidigen. Ich habe großen Respekt vor diesem professionellen und engagierten Einsatz.“ Dies gelte selbstverständlich auch für die Berufskräfte von Feuerwehr, Katastrophenschutz, Rettungsdiensten und Polizei. Entlang der Oder sorgten am Sonntag mehr als 1.100 Einsatzkräfte für die Deichsicherheit. Seit Mittwoch waren damit bislang fast 4.000 Kräfte im Einsatz in der Oderregion.

Die Katastrophenschutzbehörden der Landkreise und der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder) wurden seit Beginn der Hochwasserlage aus dem Landeskatastrophenschutzlager in Beeskow mit rund 300.000 Sandsäcken, 26 Pumpen, fünf Notstromaggregaten, einer Sandsackfüllmaschine und Deichfolien unterstützt. Zudem wurden vom Landesbetrieb Forst 4.000 Faschinen (Reisigbündel) zur Deichsicherung für die Einsatzkräfte produziert. [Informationsportal Hochwasser 2010]

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Brandenburg / Frankfurt (Oder), (sst). In weiten Teilen Brandenburgs hat die Hochwasserwelle an der Oder heute Nachmittag ihren Höchststand erreicht. In der Stadt Frankfurt/Oder wurde Alarmstufe IV ausgerufen, im Landkreis Märkisch-Oderland erreichte der Wasserstand Alarmstufe III. In der Nähe von Schwedt wurde eine rund 4000 Hektar große Überflutungsfläche, ein sogenannter Polder, im Nationalpark Unteres Odertal geöffnet. Zusammen könnten die beiden Polder rund 100 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen und so für eine Entlastung des Drucks auf die Deiche vor allem in Polen sorgen, teilte das Innenministerium Brandenburg mit. Die Wasserstände werden sich etwa drei bis vier Tage auf hohem Niveau bewegen, bis ein schnellerer Rückgang einsetzt. „Die Beanspruchung der Deiche ist außerordentlich hoch“, sagte Innenminister Rainer Speer am Freitagmorgen in Frankfurt (Oder).

Über 100 Feuerwehrkräfte hatten in der Nacht im im Landkreis Oder-Spree Sandsäcke aufgebracht. In der Nacht zum Freitag waren auf einer rund 25 Meter langen Deichstrecke nördlich Ratzdorf Teile der Grasnarbe abgerutscht. Die Schäden werden repariert. Wasser trat an dieser Stelle nach Behördenangaben aber nicht durch den Deich.

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Brandenburg, (sst). Das Oderhochwasser nähert sich Brandenburg. Bereits seit Mittwochabend gilt für den südlichen Abschnitt des Flusses die höchste Alarmstufe Vier. Inzwischen steigt das Wasser um bis zu drei Zentimeter in der Stunde. Der Flußscheitel wird am Abend erwartet. Regen verschärft die Situation zusätzlich. Bereits jetzt ist der Wasserpegel mit 6,27 Meter auf einem ähnlichen Stand wie bei der großen Oder-Flut 1997 (6,91 Meter).

Während die Oder-Deiche laufend kontrolliert werden, sind bereits rund 150 Feuerwehrleute im Einsatz, Sandsäcke zu füllen und Deiche zu verstärken. Zwei je fünf Kilometer lange Deichabschnitte gelten als Schwachstellen. Als kritisch gilt auch eine Deichbaustelle bei Frankfurt/Oder. Bei der großen Oder-Flut war hier der erste Deich gebrochen.

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