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Folgen des Großbrandes in Rodenbach 2008

3. September 2009 von · Kommentieren 

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch: Am 10. Oktober 2008 verbrannten in Rodenbach im Kreis Kaiserslautern eine 20.000 Quadratmeter große Lagerhalle mit Reifen und Felgen im Wert von 10.000.000 Euro. Mehrere hundert Feuerwehrleute aus der ganzen Region waren mehrere Tage im Einsatz.

Die Folgen sind zum heutigen Tag noch lange nicht beseitigt: Durch den undichten und viel zu kleinen Löschteich gelangt ein Teil des Löschmittels – ca. 68.000 kg (!) Schaummittel wurden eingesetzt – in das Grundwasser. Monatelang wurde Grundwasser abgepumpt und in die BASF nach Ludwigshafen zur Klärung transportiert, später wurde vor Ort eine Aktivkohlekläranlage gebaut. Mehrere Brunnen wurden gebohrt um zu verhindern, dass sich das verseuchte Grundwasser in nahe gelegene Trinkwasserentnahmestellen ausbreitet. Die Maßnahmen werden noch mehrere Jahre fortgeführt werden müssen. Gesamtkosten der Reinigung bisher: Ca. 5 Millionen Euro.

Die vom Brand betroffene Reifenfirma weigert sich, diese Kosten zu tragen. Es droht ein Rechtsstreit, bei dem eventuell der Steuerzahler auf den Kosten sitzenbleibt. Und dabei ist noch nicht einmal geklärt, was mit dem verunreinigten Erdreich in unmittelbarer Umgebung des Brandortes geschehen soll.

Die Suche nach den Ursachen für den Brand und für die großen Folgeschäden geht indes weiter. Vorwürfe und Anschuldigungen gehen in alle Richtungen. So wurden von der Lokalpresse und der Staatsanwaltschaft etliche kritische Fragen gestellt: Wer war für den Bau des Löschteichs verantwortlich und wer hat ihn genehmigt? Wurden Brandschutzbestimmungen nicht eingehalten? Durfte die Feuerwehr solch große Mengen an Löschschaum einsetzen? Warum dauerte es viele Tage, bis ein abschließendes Ergebnis der Verunreinigung in der Umgebung des Brandes vorlag?

Ich möchte diese Fragen hier nicht beantworten oder kommentieren, der Rechtsstreit wird sich wie die Beseitigung der Folgen wohl noch viele Jahre hinziehen.

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