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Interessant wie die Diskussionen um das Thema "RW" immer wieder aufflackern – auch deshalb weil ich der Meinung bin es ist eine aussterbende Spezies. Mit dieser Meinung stehe ich übrigens auch nicht alleine da. Was nicht heissen soll es wird überhaupt keine RW mehr geben nur ist auch ein wenig mehr Hinterfragen gefordert. Wann und wozu brauche ich die Dinger überhaupt?

Hier mal die Parameter:

Welche sind die Lagen die einen RW erfordern UND die nicht von privaten abgedeckt werden können? Bei welchen brauche ich unbedingt den Zeitvorteil um die Ankunft der privaten zu überbrücken? Und ist das Material (bsp Einsturz Tiefbau) überhaupt ausreichend UND sind meine Leute auch darauf ausgebildet?

Nächste Frage: Alternativen? Könnte man die HLF etwas stärker bestücken alternativ VU-RW wie in Frankreich einführen? Würde es nicht reichen pro Kreis 1-2 RW vorzuhalten alternativ AB Rüst (Problem: Gelände)?

Ich mache das zwar nicht gern aber hier könnte man auch ausnahmsweise ein bisschen historische Beweisführung mit einbringen: wer hat wann wie oft seinen RW bis zum Anschlag gebraucht? Kurzfristig?

Wäre es nicht sinnvoller so manches Gerät beispielsweise auf Rollwagen zu verlasten? Beleuchtung Schneiden (Plasma etc.) Abstützung? Auch die Rollwagen haben ihre Nachteile (abschüssiges Gelände)

Es gibt sicher kein schwarz oder weiss allerdings eben Trends. Und so ein ding kostet auch nicht wenig. Meinungen? 

(iw) 

 

Kommentare

Keine Kommentare bislang zu “Brauchen wir Rüstwagen? Diskussion” (davon )

  1. Stoepf am 7. März 2008 14:16

    Ich plädiere zu HLFs für den Kleinkram bei allen Stützpunktwehren. Und dann noch ein RW und/oder ein WLF mit AB-Rüst im Landkreis verteilt. Das Und/Oder hängt denke ich sehr stark vom Einsatzspektrum und den örtlichen Gegebenheiten ab.
    Achtung: Bei ABs jeder Art ist zwingend passendes Backup (mehrere Trägerfahrzeuge) notwendig. Ich glaube im Münchner Süden gibt es dazu ein ganz gutes Konzept.

  2. rakeman am 7. März 2008 14:20

    @stoepf im münchner Süden sind die AB inzwischen auch kompatibel ;-)

  3. Cimolino am 7. März 2008 14:48

    Hallo,

    vergleicht doch nicht immer irgendwelche alten RW 1 mit neuen HLF o.ä.

    Rollcontainer kommen in Unfallstellen genau wie weit? (Jeder Schlauch wird zum unüberwindbaren Hindernis!)
    AB auf Landstraßen blockieren die ganze Straße!

    Ein HLF kann keinen notwendigen RW ersetzen, auch nicht mit Winde! Ein WLF mit AB Rüst auch nicht.
    Vgl. zig Diskussionen in http://www.feuerwehr.de oder Einsatzpraxis Technik bzw. Typen.

  4. rakeman am 7. März 2008 14:57

    Genau – es geht um die Definition von „notwendig“ – wie definiert man einen notwengiden RW?

  5. jneumann am 7. März 2008 15:48

    „Würde es nicht reichen, pro Kreis 1-2 RW vorzuhalten“

    Das Problem sind die Feuerwehrfürsten, die immer noch nicht Ihr Kirchturmdenken abgelegt haben. Die Möglichkeit Kreise sinnvoll mit notwendigen Fahrzeugen zu bestücken gibt es bestimmt.

  6. jfb am 7. März 2008 16:56

    Technische Hilfe? Gibt es da nicht auch was von Ratio… äh… vom Technischen Hilfswerk? Sofern Ortsverbände von denen vorhanden und vernünftig eingebunden, sind deren Gerätekraftwagen (GKW) mit entsprechend ausgebildeter Truppe mit zu berücksichtigen. Ist ja albern, das THW zusätzlich mit Löschfahrzeugen auszustatten und die FW mit Rüstwagen, um dann zwei fast identisch ausgestattete Parallelorganisationen zu bekommen.

    In Bonn sind die alten RW1 bei den FF-Einheiten inzwischen umgebaut zu Transportfahrzeugen bzw. Küchenwagen. Ansonsten hat die FF überwiegend LF 10/6, einige davon mit kleinem Hilfeleistungssatz ausgestattet. Die BF hat neue HLF 20/16 mit größerem Gerät. Zudem ist die Berufsfeuerwehrwache 1 schwerpunktmäßig für Technische Hilfeleistung zuständig und hat dafür noch den RW-Schiene (U-Bahn, Straßenbahn und DB im Stadtgebiet) bei sich stehen, AB Rüst (Unterbaumaterial Holz, Stützen, etc. vor allem) und einen Kranwagen (meist nur verwendet zum Eingleisen von Straßenbahnen).

    Für die Verkehrswege Bahn könnten natürlich auch die Verkehrsbetriebe Mannschaft und Gerät vorhalten. Es spricht aber wohl nicht viel dagegen, dass die Feuerwehr das bislang macht und das Gerät zur Verfügung hat, wenn auch kaum verwendet. Der eigene Kranwagen kommt schon selten zum Einsatz, eher werden dann die Profis der nahen Spedition gerufen. Wird dann mit Altersablauf wohl auch nicht ersetzt werden.

  7. Seppstadt am 7. März 2008 16:59

    Genau hier sehe ich auch das Problem: Jeder will alles haben und alles können.
    Bei uns in der Stadt wird von ehem. 2 RW2 und 1 RW1 auf kurz oder lang ein RW (1 oder 2) bleiben, ergänzt durch einen AB-Rüst für die wirklich „großen“ Sachen.

  8. gf2reto am 8. März 2008 00:09

    @JFB: Also ich schließe mich Deiner Meinung bezüglich mit dem THW an! Was gößere „Ereignisse“ betrifft. Und für die kleinen Dinge des Alltages reicht auch HLF aus! Daher bin ich persönlich der Meinung; dass man das Geld für einen RW auch sparen kann! Es gibt im Bereich der Feuerwehr wichtigere Dinge die benötigt werden. Zumal das Konzept RW 1 und 2 auch nicht mehr zeitgemäß ist! Aber dies ist meine Meinung

  9. Funkieman am 8. März 2008 10:15

    Es gibt keine Unterteilung der RW Klassen mehr (leider!)

    Was machst du wenn das THW irgendwo far far away ist?

    Hast du jemals einen LKW-Unfall mit und einmal ohne RW abgearbeitet?

  10. galaxyquest am 8. März 2008 19:11

    Wie schon angedeutet wurde, scheint ein Grund für die überproportionale Beschaffung und Vorhaltung von RW eine Art Minderwertigkeitskomplex so mancher Feuerwehr zu sein. Frei nach dem Motto, was mein nachbar im Stall hat, das will ich auch.

    Das spricht aber nicht gegen spezialisierte Rüstfahrzeuge. Ich sperre mich gegen eine weitere Ausstattung von HLFs, denn die werden damit nicht nur schwerer (mit allen Problemen), sondern man hat keine freien Fahrzeuge mehr, wenn das Mega-HLF mal ausfällt oder gebunden ist. Von daher denke ich eher an eine gegenteilige Entwicklung: Weniger H im LF, dafür aber einen nur für Technik ausgelegten RW/GW, der dann im Rendevouz-System dazustößt. Siehe dazu das Berliner System, dass ja auch funktioniert (https://www.fwnetz.de/index.php?option=com_content&task=view&id=625&Itemid=49).

    Das THW einzubeziehen ist sicherlich nicht schlecht. Nur gilt es zu Bedenken, dass das THW eine Bundesorganisation ist. Welche rechtlichen oder finanziellen konsequenezen das hat, kann ich nicht abschätzen. Sehen wir mal von den lokalen Widerständen aus den reihen der Feuerwehr ab, die sich mit allen Mitteln wehren wird, Kompetenzen abzugeben. ;-)

  11. frank am 8. März 2008 20:30

    Man kann mit Sicherheit keine Aussage treffen, wie „1-2 RW pro Landkreis“ reichen. Mag z.B. bei uns im Landkreis Darmstadt-Dieburg möglich sein, in Flächenlandkreisesen in Nordhessen eventuell nicht genug.

    Viel interessanter finde ich die Fragestellung „Wieviel ist notwendig?“, die sich mit Sicherheit auch von Rüstwagen auf andere Fahrzeuge und Geräte der Feuerwehren übertragen lässt.

  12. maos am 9. März 2008 14:14

    Funkieman said: „Hast du jemals einen LKW-Unfall mit und einmal ohne RW abgearbeitet?“

    Ja, und allein in den letzten vier Jahren mehrere in unterschiedliche Situationen, dazu kommt noch ein Zugunglück sowie ein Reisebusunfall. Und das alles ohne einen einzigen RW.
    Ich glaube ein RW wird manchmal überbewertet. Was braucht man den von der zusätzlichen Beladung so richtig oft? Ich glaube, wenn man 2 LFs in ihrer Beladung gut ergänzt ist man für 95% der Fälle gut gerüstet.

    Und zum THL kann ich mich Galaxyquest anschliessen. Das mit den rechtlichen Konsequenzen ist bestimmt nicht leicht, wir leben ja schließlic in Deutschland! :(

  13. Funkieman am 9. März 2008 16:08

    Die Frage ist doch was du von der zusätzlichen Beladung nutzen kannst um dir das Leben zu vereinfachen und nicht was du brauchst. Du kannst heute auch noch mit SP 30 und S90 einen Unfall-PKW auseinanderbekommen. Die Frage ist nur ob das dem Patienten zuträglich ist.

    Allein unser RW schleppt Spineboard, Korbtrage, LKW-Gerüst, großen Rettungssatz, zusätzlich S260, Mehrzweckzug, Plasmaschneider, TwinSaw, Hebesatz hydraulisch Luft, Unterbaumaterial an die Einsatzstelle um nur einige Dinge zu nennen die wir in den letzten Jahren eingesetzt haben.

    Wo willst du das auf einem LF unterbringen? Du hast mit einem RW an der Einsatzstelle schlichtweg mehr Möglichkeiten um zu agieren und ggf. zu reagieren als mit x 1 LF/HLF.

    Ich denke eher dass der RW von vielen Wehren nicht ernst genommen wird weil man ja ein neues HLF/LF hat und auch neue Technik mitgekauft hat und das jetzt einfach reichen MUSS oder weil man schlichtweg die Einsatzmöglichkeiten des RW auf Seilwinde zusätzlicher Rettungssatz beschränkt. Beides imo fatale Denkfehler…

  14. maos am 9. März 2008 18:50

    Naja ich weiss nicht ob man das so drastisch formulieren kann. Also von deiner oben genannten Ausrüstungslite finde ich so gut wie alles auf den beiden LFs in meiner Wehr (Schleifkorbtrage auf DLK). Ok, natürlich kann man jetzt sagen die Fahrzeuge sind überbeladen. Allerdings ist es unabwendbar, hier auch mal den finanziellen Aspekt mit anzusprechen. Man kann ja nicht einfach in jede Wehr einen RW stellen. Von dem her MUSS man diesen „Nachteil“ (wenn man das überhaupt so nennen kann) eingehen.

  15. Funkieman am 9. März 2008 20:41

    Wir reden auch nicht davon dass jede Wehr einen RW bekommt sondern dass man den Typ RW grundsätzlich noch braucht, man einige wenige im Kreisgebiet taktisch sinnvoll stationieren und ab gewissen Stichworten automatisch mitalarmieren sollte.

    Dann braucht man auch die LF/HLF nicht bis aufs letzte Gramm auszuladen und kann ggf. auch mal ne Nummer kleiner beschaffen.

  16. ozinder am 11. März 2008 11:58

    An unserem RW2 (BJ 1989, Zusatzbeladung Öl/Wasser) gefällt mir beispielsweise einiges nicht, die wenigen Baustützen reichen für eine wirkliche Absteifung nicht aus, kaum Platz für vernünftige Mengen Unterbauholz usw.

    Sollte der in den nächsten Jahren ersatzbeschafft werden, könnte evtl. eine Kombination aus RW und GW-L2 ( vergl. http://www.feuerwehr-helmbrechts.de/index.php?option=com_content&task=view&id=31&Itemid=47 ) sinnvoll sein. Man könnte dann leichter die Ausrüstung an die tatsächlichen Erfordernisse anpassen, z.B. Schlauchboot samt Zubehör erst bei Wassernotfall (kam bei uns noch nie vor) verlasten.

  17. Funkieman am 11. März 2008 13:27

    Bau dir einen Standardeinsatz mit RW-Beteiligung deiner Wahl auf und probier das Material aus den Rollcontainern an den benötigten Ort zu bringen. Das scheitert schon aufm geschotterten Feldweg…

  18. ozinder am 13. März 2008 13:26

    @funkieman: Ich kann der Argumentation nicht so ganz folgen. Warum soll ein Transportfahrzeug für Rollis (um es mal neutral auszudrücken) nicht bis dorthin fahren können, wo der RW auch hinkommt? Einziges Problem ist vielleicht, dass dann ein paar Rollcotainer rund um die Ladebordwand in der Botanik herumstehen. Wichtig ist meiner Meinung nach nur, dass der Inhalt der Rollis dann auch noch einigermaßen vernünftig weitertransportiert werden kann.

    Außerdem muss man ja nicht unbedingt die Standard-Supermarkt-Rollis nehmen sondern kann sich bei der Wahl der Räder/Bereifung noch was einfallen lassen.

  19. Funkieman am 13. März 2008 14:53

    Das Problem fängt generell bei dem bewegen der Rollis an Einsatzstellen an und hört bei der Entnahme in bestimmten Gelände auf. Da wo ich den RW entladen kann kommen mir die Rollis beim Ausladeversuch zwangsläufig entgegen.

    Ich kenne das Problem aus dem Eventbereich weil ich da eine Zeit lang gejobbt habe. Es ist schon schwierig genug die Flightcase auf ein Open-Air zu bringen, kommt dann noch entsprechendes Gelände dazu hast du ganz schnell 6 Mann gebunden. 2x Ausladen, 4x Tragen und das ganze braucht Zeit. Wenn ich mir dann landauf landab die Beladung der Rollis anschaue und das mit dem Gewicht der schweren Flighcase vergleiche weiß ich nicht wie man die Dinger in bestimmten Situationen ohne Gefährdung aus dem Fahrzeug bekommen will.

    Versteh mich nicht falsch, Rollcontainer sind für gewisse Einsatzgebiete gut geeignet und bieten sich an, in meinen Augen allerdings nicht für den Einsatzzweck eines RW.

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