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Wie im Südkurier berichtet wird, ist die Feuerwehr Uhldingen-Mühlhofen in eine Steueraffäre verwickelt.
Der Leser hier wird sich denken, dass das gar nicht möglich sein kann, da die Feuerwehr eine Abteilung der Stadt oder Gemeinde ist und über keine eigenen Finanzen verfügt. Hier wird die Feuerwehr als Behörde und der (Förder-)Verein vermischt.
Mich ärgert, dass durch solche Berichte das Image der Feuerwehr – also die, die Retten, Löschen, Bergen, Schützen – unter dem Handeln der angeschlossenen Vereine – also denen die Feiern, Essen, Trinken – leiden.
Ich kann mir vorstellen, dass es in dieser Kommune in Zukunft zu Diskussionen um den Haushaltsposten „Feuerwehr“ kommen wird. Die Politik wird sich das Geld sparen und die finanzielle Verantwortung auf den Verein der Feuerwehr abwälzen – die haben offensichtlich genug Geld. Die Kommentare gehen bereits in diese Richtung.

Man muss sich die Frage stellen, wie es dazu kommen kann. Die Vereine sollen eigentlich zur Förderung der Feuerwehr da sein. Tatsächlich erlebe ich immer wieder insbesondere bei Wehren mit recht wenigen Einsätzen, dass die Interessen des Vereins schwerer wiegen.
Diese Probleme sind hausgemacht. Da die öffentlichen Mittel für die Ausrüstung der Feuerwehr nicht ausreichend waren, ist ein Förderverein gegründet worden, der für die Gemeinde einspringt. Das betrifft oft nicht mehr nur „Nice-to-have“-Ausstattungen, sondern immer öfter Geräte die nach angepasster Norm auf einem Fahrzeug zu finden sein müssen. Sogar Fahrzeuge, die in der AAO des Standortes fest eingebunden sind, werden von den Vereinen beschafft.
So lange es Deppen gibt, die ihre Kraft und Zeit zur Finanzierung von kommunalen Pflichten opfern, werden die Haushaltsposten für den abwehrenden Brandschutz schrumpfen. Nach dem Motto „Toll ein anderer macht´s“.
Unterm Strich bleibt die mangelnde Anerkennung unserer Leistungen im Einsatz.

Es liegt meiner Ansicht an uns, der Politik ihre Verantwortung klar zu machen. Im hessischen Gesetz steht, dass die Gemeinden eine leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen haben. Das betrifft das Personal und die Ausrüstung.
Ich empfehle, alles was man als FA macht, in Stichworten zu sammeln und die Teile zu streichen, zu denen man nicht per Gesetz verpflichtet ist. Das beeindruckt. Auch Kommunalpolitiker.

Kommentare

2 Kommentare zu “Was Feuerwehr noch alles ist” (davon )

  1. ChristianF am 20. September 2009 10:52

    Vorsicht. Das ganze spielte sich in Ba-Wü ab, da hat die kommunale Einrichtug „Feuerwehr“ durchaus auch finanzielle Mittel, die „Kameradschaftskasse“, die als kommunales Sondervermögen läuft. Also ist da nicht unbedingt etwas vermischt worden!

  2. Stefan Cimander am 21. September 2009 07:59

    Danke für Deinen Beitrag, auch an Dich die Bitte, Deinen Realnamen über oder unter Deinen Text zu schreiben. Siehe dazu meine Hinweise zur erstellung eines Artikels im FWNetz:  https://www.fwnetz.de/2009/08/25/gedanken-uber-das-paste-copy-hinweise/

    Danke und gut blog!

    Grüße

    Stefan

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