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(cs)
Ansbach. Es ist ein schrecklicher Tag in der fränkischen Stadt Ansbach und insbesondere für das zweitälteste Gymnasium in Bayern, dem Carolinum. Aber ein junger Mann, gerade mal 18 Jahre alt, verhindert an diesem Tag schlimmeres, er wird zum „Helden von Ansbach“.

Gerade einmal frische 18 Jahre alt ist Johannes Knoblach und seit 2001 Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Herrieden. In der vergangenen Woche zeigte er eindrucksvoll, was er bei seiner Ausbildung in der Feuerwehr gelernt hat.

Er war derjenige, der kurz nach Ausbruch des „Amoklaufes“ im Ansbacher Carolinum Gymnasium den Notruf absetzte und initial die Brandbekämpfung einleitete.

Er reagierte instinktiv als ihm ein Schüler in der Mensa entgegenkam, welcher völlig verwirrt war und er Sätze hörte, die besagten, da würde jemand mit Molotow-Cocktails werfen.

In den Nürnberger Nachrichten äußert er sich so:

«Als ich an der Treppe war, ist mir gleich ein Molotow-Cocktail entgegengesegelt«, beschrieb er die Geschehnisse in der Schule weiter. Dann kamen ihm geschockte Lehrer entgegen, die ihn zum Umkehren aufforderten. «Aber ich wollte weiter vorrücken und helfen. Das ist in mir als Feuerwehrler so drin.«

Weiter oben traf er auf Polizisten. Ihnen folgte er, entdeckte einen Wandhydranten, rollte den Schlauch aus, ging damit ins Klassenzimmer und löschte. Zu dem Zeitpunkt brannten jedoch nur noch ein paar Gegenstände. Von außen erlebte Knoblach danach mit, wie die Polizisten den Amokläufer in der Toilette überwältigten. R. blutete durch die Schussverletzungen stark. Der Mitschüler suchte Verbandszeug. Dann aber kamen andere Polizisten und brachten ihn aus dem Gebäude.

Der 18-Jährige wurde so durch sein handeln zum „Helden von Ansbach“, der Zivilcourage zeigte und durch sein ahndeln Gutes tat. Und, in der Tradition der Freiwilligen Feuerwehren, sieht er sein eigenes Handeln nüchtern und als nichts unglaublich besonderes.

Der 18-Jährige selbst sieht seine Rolle in diesem wahren Drama nüchterner «Als Feuerwehrler wird man auf so etwas vorbereitet. Im Ernstfall denkt man daran, dass man den Verletzten helfen will, und an die Brandbekämpfung.«

Weitere Infos zum Artikel:
Nürnberger Nachrichten

Laut einem Bericht von Spiegel Online hat ein Expertengremium, dass von der baden-württembergischen Landesregierung nach dem Amoklauf von Winnenden eingesetzt worden war, eine akustische Alarmierung für Schulen gefordert.
Hausalarm
Neben akustischen Signalen, wird nach dem Bericht auch über Pagerinformationen an Lehrkräfte oder Lockerung des Handyverbots für Schüler nachgedacht.
Die technische Ausstattung der Schulen soll auch die Möglichkeit einer Verbarrikadierung ermöglichen. Ob dies für Rettungskräfte im Ernstfall nicht zum Nachteil werden könnte?
Was letztendlich zu kontroversen Diskussionen führen könnte, ist die Forderung nach Lockerung des Datenschutzes um besser Informationen über „Problemfälle“ austauschen zu können.
Bericht bei Spiegel-Online

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