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(sc). Erneut habe ich einen Übungsdienst mit dem Thema „Atemschutznotfallmanagement“ durchgeführt. Management ist dabei weniger als umfassendes Organisations- und Ablaufschema zu verstehen, als vielmehr als Umgang mit Stress, Improvisations- und Reaktionsvermögen. Ich hatte die Übungen – leider mit einigen Künstlichkeiten – so gestrickt, dass jeweils eine bestimmte Vorgehensweise aus meiner Sicht optimal wäre. Die von mir beobachteten Fehler hatte ich in dieser Form erwartet. Deshalb habe ich diese Beobachtungen mit meinem Lösungsansatz später zur Diskussion gestellt. Das blieb – wie es bei Feuerwehrs eben so ist – nicht unwidersprochen. Ich möchte aus diesem Grund auch nur auf zwei Punkte eingehen, die ich bis jetzt immer wieder beobachten konnte. Der erste Aspekt betrifft das Thema „Kommunikation“, der zweite Aspekt dreht sich um den Komplex „Rückzugsicherung“. Weiterlesen

(sc). Auf der Interschutz 2010 in Leipzig konnten die Besucher am Stand von atemschutzunfaelle.eu mit verschiedenen Experten aus dem Bereich Atemschutz diskutieren. Bewusst war dies nicht als Vortrag konzipiert, sondern als lockeres Gespräch. Unter anderem stellte sich Lars Lorenzen von der Feuerwehr Hamburg den Fragen zum Thema Atemschutznotfalltraining in der Hansestadt. Weiterlesen

Beim Löschbezirk Höchen fand im vorigen Monat fand ein Ausbildungsnachmittag für einen Teil der Atemschutzgeräteträger statt. Die angenommene Übungslage war ein Kellerbrand mit vermissten Personen.

Die wichtigsten Übungsziele waren:
– Atemschutzüberwachung
– Kanaltrennung
– taktisches Vorgehen

Atemschutzüberwachung
Wir verwenden hierzu eine Atemschutzüberwachungstafel mit selbst erstellten Vordrucken (siehe Bilder unten) Alle vier Atemschutzgeräte (Auer BD 96) sind mit Bewegungslosmeldern (Firefly IIs) ausgestattet, jeder Atemschutzgeräteträger besitzt eine eigene Namensplakette. Bei der Registrierung der Geräteträger geben diese ihren jeweiligen Flaschendruck an und übergeben ihre Namensplakette zusammen mit der Plakette des Bewegungslosmelders an die Atemschutzüberwachung. Die Atemschutzüberwachung kommuniziert regelmäßig mit den eingesetzten Trupps und gibt die Rückmeldungen über den Führungskanal an die Einsatzleitung (meist Gruppenführer) weiter.

Kanaltrennung
Die Atemschutzgeräteträger und die Atemschutzüberwachung verwenden einen eigenen 2m Sprechfunkkanal und werden dadurch nicht von anderen Trupps, die z.B. gerade eine Löschwasserversorgung aufbauen, gestört. Auch hat die Atemschutzüberwachung mehr Ruhe und kann sich besser um die zu überwachenden Atemschutzrupps kümmern. Der Gruppenführer verwendet den normalen 2m Sprechfunkkanal und ist dadurch an die Einsatz- oder Abschnittsleitung angebunden. Die Atemschutzüberwachung benötigt durch diese Kanaltrennung zwei 2m-Band-Sprechfunkgeräte, einmal für den Führungs- und einmal für den Atemschutzkanal.

Taktisches Vorgehen
Ein weiteres Übungsziel war das richtige Vorgehen bei einem Kellerbrand. Dazu zählen unter anderem: Verlegung einer Schlauchreserve vor dem Gebäude, Entlüftung der Schlauchleitung, Einstellung des richtigen Strahlbildes am Hohlstrahlrohr, Türcheck, Rauchgaskühlung, Schlauchnachführung von aussen, bei Bedarf die Positionierung eines Feuerwehrangehörigen mit Sprechfunk (quasi als „Relaisstation“) direkt am Objekteingang, regelmäßige Lage- und Standortmeldung, kein eigenmächtiges Verändern des Standortes ohne Mitteilung nach aussen und so weiter.

Kategorie: Kurznachrichten
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