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In den vergangenen Monaten wurde im Saarpfalz-Kreis (Saarland) ein neuer Fortbildungslehrgang „Notfalltraining Atemschutz“ erarbeitet. Die Ausarbeitung erfolgte von den Ausbildungs- und Atemschutzbeauftragten der Kommunen und des Kreises, sowie weiteren interessierten Feuerwehrangehörigen aus dem gesamten Landkreis.

Zielsetzung
– Training zur Bewältigung von Notfallsituationen im Atemschutz
– Erarbeiten von Handlungsstrategien
– Automatisierung von Handlungen in Gefahrensituationen
– Vereinheitlichung eines Sicherheitstruppkonzepts
– Fortbildung für Atemschutzgeräteträger und für Führungskräfte
– Informationsweitergabe in die Wehren

Lehrgangsteilnehmer
a) Atemschutzgeräteträger
b) Einheitenführer

Voraussetzungen
Für die Teilnahme als Atemschutzgeräteträger werden die erfolgreich abgeschlossenen Lehrgänge als Sprechfunker, Atemschutzgeräteträger und Truppführer sowie die in der FwDV7 in Kapitel 3 aufgeführten Anforderungen an Atemschutzgeräteträger vorausgesetzt.

Für die Teilnahme als Einheitenführer wird die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger vorausgesetzt, da der Einheitenführer jeden Tätigkeitsbereich innerhalb seiner Einheit aus eigener Erfahrung kennen muss.

Bei der praktischen Ausbildung ist immer ein Rettungsassistent mit Notfallrucksack und AED anwesend.

Die RUND-Gruppe (Realistische Unfall- und Notfalldarstellung) des Kreisfeuerwehrverbandes stellt die Übungsopfer (selbst alles aktive Atemschutzgeräteträger) zur Verfügung.

Zum ersten Mal findet diese Fortbildung am 5. und 6. Novmeber 2010 in St. Ingbert statt.

Weitere Informationen zu dieser Fortbildung findet man auf der Themenseite des Saarpfalz-Kreises.

Beim Löschbezirk Höchen fand im vorigen Monat fand ein Ausbildungsnachmittag für einen Teil der Atemschutzgeräteträger statt. Die angenommene Übungslage war ein Kellerbrand mit vermissten Personen.

Die wichtigsten Übungsziele waren:
– Atemschutzüberwachung
– Kanaltrennung
– taktisches Vorgehen

Atemschutzüberwachung
Wir verwenden hierzu eine Atemschutzüberwachungstafel mit selbst erstellten Vordrucken (siehe Bilder unten) Alle vier Atemschutzgeräte (Auer BD 96) sind mit Bewegungslosmeldern (Firefly IIs) ausgestattet, jeder Atemschutzgeräteträger besitzt eine eigene Namensplakette. Bei der Registrierung der Geräteträger geben diese ihren jeweiligen Flaschendruck an und übergeben ihre Namensplakette zusammen mit der Plakette des Bewegungslosmelders an die Atemschutzüberwachung. Die Atemschutzüberwachung kommuniziert regelmäßig mit den eingesetzten Trupps und gibt die Rückmeldungen über den Führungskanal an die Einsatzleitung (meist Gruppenführer) weiter.

Kanaltrennung
Die Atemschutzgeräteträger und die Atemschutzüberwachung verwenden einen eigenen 2m Sprechfunkkanal und werden dadurch nicht von anderen Trupps, die z.B. gerade eine Löschwasserversorgung aufbauen, gestört. Auch hat die Atemschutzüberwachung mehr Ruhe und kann sich besser um die zu überwachenden Atemschutzrupps kümmern. Der Gruppenführer verwendet den normalen 2m Sprechfunkkanal und ist dadurch an die Einsatz- oder Abschnittsleitung angebunden. Die Atemschutzüberwachung benötigt durch diese Kanaltrennung zwei 2m-Band-Sprechfunkgeräte, einmal für den Führungs- und einmal für den Atemschutzkanal.

Taktisches Vorgehen
Ein weiteres Übungsziel war das richtige Vorgehen bei einem Kellerbrand. Dazu zählen unter anderem: Verlegung einer Schlauchreserve vor dem Gebäude, Entlüftung der Schlauchleitung, Einstellung des richtigen Strahlbildes am Hohlstrahlrohr, Türcheck, Rauchgaskühlung, Schlauchnachführung von aussen, bei Bedarf die Positionierung eines Feuerwehrangehörigen mit Sprechfunk (quasi als „Relaisstation“) direkt am Objekteingang, regelmäßige Lage- und Standortmeldung, kein eigenmächtiges Verändern des Standortes ohne Mitteilung nach aussen und so weiter.

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