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(iw) Nehmt Euch mal ein Bisschen Zeit und lest Euch „Floor Collapse: A Survivor’s story“ auf Fire Engineering durch. Darin beschreibt Captain Long, wie er durch einen kollabierenden Boden in den brennenden Keller fiel, und denkbar knapp gerettet wurde.

Interessant an diesem Bericht ist die ungeschminkte „Ich-Sicht“. Es gibt auch viele objektive Beobachtungen und Analysen, aber faszinierend ist das Fazit, das Captain Long zieht, am Ende des Artikels – insbesondere die Verarbeitung des traumatischen Erlebnisses.

(iw) Sehr lesenswerter Bericht in Wired über US-Sanis in Afghanistan. Interessant auch die Befugnisse, die soweit mir bekannt bei der Bundeswehr nicht so weit reichend sind – aber praktisch vermutlich ähnlich gehandhabt werden.

Der vollständige Einsatzbericht der Feuerwehr Kulmbach zum Großbrand vom 6.5. ist nun online.

[@cajonplayer]

Kategorie: Kurznachrichten
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california_lodd NIOSH hat eben einen neuen Bericht zum Tod zweier FA herausgebracht. Wer kann, sollte sich die Zeit nehmen und diesen durchlesen. Das Ereignis ist schnell erzählt: Trupp beim Feuer-IA abgängig und wird später mit tödlichen Verletzungen aufgefunden. Weiterlesen

Kategorie: Ausbildung, Taktik
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Zwei @fire-Mitglieder konnten im Rahmen des EU-Projektes “FIRE PARADOX” am ersten “Euromediterranian meeting of prescribed fire practicioners“ in Portugal 04.-08.02.2009 teilnehmen – einem Treffen für Angehörige von Forst und Feuerwehr, die mit Feuer als Werkzeug beim Forsten und bei der Brandbekämpfung arbeiten. Die 80 Teilnehmer kamen aus Frankreich, Spanien, Italien, Marokko und Portugal. Weiterlesen

Kategorie: Ausbildung und Taktik, Ausbildung, Taktik
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Hier zwei Links zu interessanten Berichten:

Wuf WI112 wird das neue HLF der BF Wiesbaden vorgestellt, und ABC-Gefahren.de hat sich mal auf der CeBIT umgesehen.

Kategorie: Kurznachrichten
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(iw) Wer des Englischen mächtig ist, sei folgender Artikel über das Wesen der Serienbrandstifter empfohlen: Weiterlesen

Kategorie: Aktuelles
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Bernhard Horst ist Mitorganisator der Challenge. Aus 2007 bleiben einigen Leuten aus dem FWNetz-Umfeld noch beste Erinnerungen, leider konnten wir heuer nicht teilnehmen. Das FWNETZ arbeitet gerade an ein Projekt zusammen mit Bernhard.

Von B.Eng. Bernhard Horst

„Ist die Reanimation im 7.OG schon vorbereitet?“

„Nein, wir präparieren noch den Eingeklemmten mit dem Abdominaltrauma an Tor 3“ schallt es aus dem Funkgerät der Übungsleitung am Ausbildungszentrum der Bauindustrie.

Es ist Samstag der 4. Oktober 2008. Während ein Teil der  Teilnehmer noch im Vortagssaal  einen Vortrag über technische Hilfeleistung bei eingeklemmten Personen hört, zerschneiden andere Teilnehmer einen CLK 500 unter fachlicher Anleitung eines Trainers. Bei diesem moderierten Zerschneiden lernen die Teilnehmer aktuelle Schnitt- und Öffnungstechniken im Bezug auf moderne Fahrzeugstrukturen kennen. Diese Techniken werden dann im späteren Training an anderen Neufahrzeugen weiter gefestigt.

Die Crew, bestehend aus ca. 50 Personen, bereitet währenddessen die Szenarien aus den Bereichen Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung und ABC-Abwehr vor. Suche von vermissten Personen im Wald, eingeklemmte Personen in Pkw gehörten in diesem Jahr ebenso dazu wie die Bekämpfung von Zimmerbränden, ein Workshop im Bereich Sicherheitstrupp (geleitet von Adrian Ridder),  und die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst bei polytraumatisierten Personen aus Schächten, Tiefbaustellen und die Tätigkeit als Firstresponder.

Retten einer Person aus einem ca. 6 Meter tiefen Schacht gehörte zu den weniger leichten Einsätzen. Enge und sicherer Abstieg unter schwerem Atemschutz verlangte den Einsatz des ganzen Teams. Vor Allem die Zusammenarbeit zwischen Teilnehmern aus unterschiedlichen Ländern wurde als spannend und bereichernd empfunden.

Bevor es in das eigentliche Einsatztraining geht, bekommen alle Teilnehmer ein „Safety briefing“ mit dem sichergestellt wird, dass trotz der Realitätsnähe das Training unfallfrei abläuft und Verantwortlichkeiten klar geregelt sind.

Was steckt hinter dem Begriff ‚Einsatztraining‘ ?
Einsatztraining ist eine praktische Ausbildungsvariante, bei der die äußerst realistischen Einsatzszenarien mit eigener Mannschaft und eigenem Gerät bewältigt werden müssen. Es handelt sich um ein taktisches Training sowohl für Führungskräfte, als auch für die Mannschaft.

Der Leitgedanke dieses Einsatztrainings ist ein ganzheitliches Training für die gesamte nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr anzubieten, welches sowohl Führung wie Mannschaft unter typischen, realistischen Einsatzbedingen trainiert. Es werden nicht einzelne Skills trainiert wie das Auslegen von Schläuchen oder das Vorgehen in einem Brandraum. Dies kann mittlerweile mit verschiedenen Trainingsanlagen sehr realitätsnah geübt werden. Es kommt darauf an die trainierten Skills zusammenzuführen und so die Aufgabe im Gesamten und unter Zeitdruck optimal zu bewältigen. Entscheidende Faktoren für eine solche erfolgreiche Teamarbeit sind Koordination, Kommunikation und Kooperation.

Teilnehmer aus vielen verschiedenen Organisationen und Ländern

Diese können nicht einzeln, sondern nur in der Gruppe und unter realistischen Bedingungen trainiert werden. Sobald mehrere Einsatzkräfte ein Ziel haben, entsteht Koordinierungsbedarf. Die Handlungen von Feuerwehr und Rettungsdienst müssen ebenso aufeinander und miteinander abgestimmt werden, wie das gleichzeitige Anheben einer Last. Kommunikation ist aber nicht nur wichtig innerhalb des Teams.  In empirischen Studien (Brehmer & Allrad 1991) konnte nachgewiesen werden, das ein Feedback nicht nur der Gruppe hilft, sondern auch den Einzelnen unterstützt.

Beim Einsatztraining werden sowohl Technik, Organisation als auch das Personal gefordert und müssen ihre Tauglichkeit unter Beweis stellen. Der Einsatzleiter wird genauso gefordert wie die Mannschaft und ob die neue Standardeinsatzregel sinnvoll ist, zeigt sich am besten in der Praxis. Die Einsatzkräfte haben keine Kenntnis über den Verlauf der Übung und wissen nicht was sie genau erwartet. Sie werden vor die gleichen Anforderungen gestellt wie bei einem echten Einsatz. Sie werden alarmiert, müssen die Einsatzstelle finden, die Lage erkunden, beurteilen und dann ihre Kräfte und Mittel optimal einsetzen. Die Anforderungen dabei sind vor allem:

Wir nehmen nicht an, dass da ein Verletzter ist oder wir stellen uns nicht vor, dass es brennt und auch der gängige Spruch “Ja im Einsatz hätte ich das ja ganz anders gemacht…“ findet keine Anwendung. Beim Einsatztraining ist ein Verletzter da. Es brennt tatsächlich und man hätte es im Einsatz genauso gemacht, weil man unter Stress immer auf die gleichen Strategien und Denkmuster zurückgreift.

Zum Abschluss jedes Einsatzes erfolgt die erwähnte Nachbesprechung mit allen Einsatzkräften, Beobachtern und Trainern. Die Nachbesprechung dient dazu Fehlerquellen aufzuzeigen und zu beseitigen.  Die Trainer und Dozenten beim Einsatztraining sind alle im Einsatzdienst bei verschiedenen Berufsfeuerwehren, als LNA oder in der Lehre an verschiedenen Landesfeuerwehrschulen tätig. Es werden keine persönlichen Meinungen gelehrt, sondern bewährte Lösungen aus der Praxis vorgestellt. Ob diese dann umgesetzt werden, entscheiden die Teilnehmer selber.

An verschiedenen Einsatzstellen mussten Patienten aus unterschiedlichen Tiefen gerettet werden. Hier wird ein Patient mit Wirbelsäulenverletzung geborgen.

Einsatztraining ist ein auf Erfahrungen basiertes Einsichtslernen. Daher ist die Reflexion des Einsatzes ein entscheidender Punkt das Erfahrene auch in den späteren Einsatzalltag  zu übernehmen. Auf der Ebene des fachlich-technischen Wissens (Also wie zerschneide ich am besten einen Pkw neuerer Bauart?) kommt es zu einer Festigung von Fachwissens und zur Implementierung neuer Erkenntnisse. Auf der Verhaltensebene werden dagegen Strategien des Problemlösens ebenso diskutiert wie soziales Wissen in den Bereichen Führung, Konfliktlösung und Kommunikation.

Die Attraktivität der Veranstaltung haben mittlerweile Teilnehmer und Beobachter aus Österreich, Dänemark, den Niederlanden, der Schweiz und Schweden erfahren können. Um das Training nicht nur attraktiv sondern auch realistisch gestalten zu können, unterstützte die Firma Rosenbauer die Veranstaltung mit einem Löschfahrzeug, die Firma BMW stellte gleich zwei ELW zur Verfügung.

Einsatz der Hundestaffel

Das Ziel, möglichst verschiedene Fachdisziplinen am Training zu beteiligen, hat sich auch in diesem Jahr wieder als richtig und zielführend erwiesen. Die Teilnehmer bekamen nicht nur einen Einblick in die Einsatztaktik von Rettungshunden und die speziellen Fähigkeiten der Trümmerhunde und Flächensuchhunde, sondern es konnte auch die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungshunden geübt werden. Hier zeigten sich die vielen kleineren Schwierigkeiten die in der Praxis auftreten, sei es beim „hundgerechten“ Ausleuchten der Einsatzstelle oder in den Folgen von Löschmaßnahmen für die Rettungshunde.

Das THW wirkte nicht nur im Bereich der Organisation des Trainings mit, sondern unterstützte auch bei den nächtlichen Einsätzen mit der Fachgruppe Beleuchtung

An dieser Stelle sei auch den Kollegen des THW der Ortsverbände Köln-Ost und Bergheim gedankt, die mit Ihrer Fachgruppe Räumen und der Fachgruppe Beleuchtung erneut zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.

Bestärkt durch das positive Feedback aller Teilnehmer wird  die Crew auch für die kommenden Jahre alles geben um weitere Sponsoren zu gewinnen um ein derart interessantes, abwechslungsreiches und organisationsübergreifendes Trainingserlebnis auf die Beine zu stellen.

Kategorie: Reportagen und Berichte
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Hallo FWNetz Community

Ich brauche wieder einmal eure Hilfe. Eine Kollegin fährt bald nach Japan und China. Dabei kamen wir auch auf die Feuerwehren zu sprechen wobei mir in den Sinn kam, dass ich doch einmal einen interessanten Bericht über eine Feuerwehr im Asiateischen Raum gelesen hatte. Meine Magazine zuhause gaben nichts her, also muss der Bericht fast hier veröffentlicht worden sein.
Kann sich jemand von euch an einen solchen Bericht erinnern und mir den Link liefern, oder kennt gar jemand sonst noch eine Reportage/Bericht über Feuerwehren im Asiatischen Raum?

Vielen Dank schon jetzt für eure Hilfe, denn Google und die board interne Suche brachten mich leider nicht ans Ziel :(

Kategorie: Netzblogger
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(iw) Hier nun die Mitschriften der Vorträge in Pfarrkirchen, nach Bestem Gewissen erstellen, für Richtigkeit bzw. Vollständigkeit kann ich keine Garantie übernehmen.

Christian Spielvogel, BF Karlsruhe: Notfalltraining für Atemschutzgeräteträger I

Entscheidende Gefahr für in Not geratenen AGT: Luftvorrat geht aus. Frage an de Führungskräfte:

“ Was haben Sie konkret als Führungskraft unternommen um einen Notfall besser beherrschbar zu machen“? Steht nicht explizit in der FwDV beschrieben.

Frage: mit WEM müssen wir Notfalltraining machen? Mit den Geräteträgern? Mit den Führungskräften? Rettung von Geräteträgern ist Teamarbeit.

Wichtig: Kommunikation. Trupps müssen miteinander reden. Handgriffe: Umgang mit Werkzeug. Wie sorgfältig wird Kurzprüfung durchgeführt? Handlungsalternativen müssen immer gegeben sein. Stressresistenz.

Taktik: Gefährdungsanalyse: wollen und können wir uns und andere den Gefahren aussetzen?

Strukturierung der Einsatzstelle: Art und Anzahl der Zugänge, Entfernung des Brandes vom Zugang

Informationsmanagement: Übergabepunkt, an dem die Trupps sich treffen und Informationen austauschen. Keine abgesetzte Lageskizze, Kenntnis über Aufenthaltsorte. Wenn der Notfall eintritt und ich anfangen muss zu suchen, ist es zu spät.

Methodik / Ausbildung
Es sind keine weiteren Spezialisten nötig, sondern jeder Feuerwehrmann muss die gleichen Kenntnisse haben. Ausbildung umfasst nicht nur Praxis, sondern auch Theorie. Multiplikatorenausbildung

Teilnahme an der Versuchsreihe mit verschiedenen Rettungsmittel, 130 Teilnehmer. Jedes Rettungsmittel ist das Beste, bzw. gibt vor, das Beste zu sein.

genauer angeguckt:

Christian Fischer, „6 Jahre Atemschutznotfallausbildung“

Thema kann problemlos umgesetzt werden.

Erste Überlegungen 2000, Versuche. 2001 Suche nach technischen Lösungen, Ausbildungskonzept, Versuchsausbildung mit einer Testgruppe, dann Einführung in die Breite.

(Fast) alle aktiven der FF Wernau sind ausgebildete AGT. Inzwischen ist Notfalltraining jährliches „Muss“ für jeden AGT.

Dokumentation des Übungsverlaufs. Wichtig ist der Standard.

Konzept:
Sicherheitstrupp nach FwDV7 (Wtr erstes LF).
SiTr muss Suchen und qualifizierte Lagemeldung abgeben
Lage sichern und entscheiden: Stabilisieren oder Crashrettung
SiTr ist ausgerüstet wie ein ATr, also inklusive Schläuche

Nachfolgend: Unterstützungstrupp. Ein Trupp alleine reicht nicht.
Unt.trupp führt material nach
Löst den SiTr ab
Führt die Rettungsmulde mit

Logistisches Problem: vier Leute gehen für den restlichen Einsatz ab, muss also vorab eingeplant werden.

Ab Eingang Mayday bzw. Kontaktverlust:

Kritischer Zeitfaktor: Suchzeit bis zum auffinden des verunfallten.

Vorstellung des Ausbildungskonzeptes und der wichtigen Kriterien, beispielsweise Funkdisziplin, taktische Reserve usw.

Ausbildung der Stressresistenz (Nullsicht, Lärmkulisse, Flasche zudrehen usw.)

Notfallübungen können auch in den normalen Übungsbetrieb eingebaut werden.

Markus Rüsenberg, BF Karlsruhe: Notfalltraining für Atemschutzgeräteträger

Ziel des Notfalltrainings: aus guten Atemschutzgerätegrägern noch besser machen.

Wenig sinnvoll: Notfälle in Einsatzübungen einzuspielen, weil sich die Mannschaft daran gewöhnt und eine Erwartungshaltung daraus entsteht.

Deshalb ist es ein eigenes Thema.

3 Säulen:

  1. Theoretische Grundlagen
  2. Praktische Module: „langsames“ herantasten an die Situation „AGT in NOt“, Lernen des Handwerks.
  3. Abschlussübung

Training ist Modular – Module können in die Aus- und Fortbildung eingespielt werden. Intensives Training. „Innovatives“ Training: Anpassung an neue Kenntnisse, Technik, Kreativität nötig. Arbeit in kleinen gruppen, 3-4 Ausbilder und 8 Teilnehmer. So kann man eher auf die Schwächen bzw. Bedürfnisse des Einzelnen eingehen. Multiplikatorenausbildung.

Qualifizierunng zum „Notfalltrainer“ (Multiplikator) 3 Jahre Erfahrung als Geräteträger, Erfahrung als Ausbilder.

Seminar dauert 3 Tage (Samstage, da auch FF ausgebildet werden). Praktische √úbungen, theoretische Grundlagen, Didaktik und Methodik. Abschlussübung, Erfahrungsaustausch.

Praktische Module:
Atemschutzüberwachung: Selbständige ASÜ, ASÜ anhand einer Funkverkehr-Audio-CD, aus der die wichtigen Infos herauszuufiltern (15 Minuten). Steigerung der Stresssituation durch Ablenkung etc.
Wechsel PA: Blinder Tausch von Atemschutzgeräten, wird eher „Koordinationsübung“. Lernziel: sicherer Umgang mit dem Gerät bei Nullsicht, Kommunikation zwischen AGT verbessern.
UBoot-Übung: Wechsel des Geräts in der Gruppe. Geräte bleiben liegen, nächstes Gerät auffinden, anschließen – Blind.
Kommunikations- und Informationsmanagement. Beispiel „Baustein“-Übung, zwei Gruppen mit Duplo-Bausteinen. Eine Gruppe erstellt ein Gebilde, die andere Gruppe bekommt über Funk Anweisungen, genau dieses Gebilde nachzubauen. Übung Übergabepunkt: Skizze mit Nachzeichnung des Einsatzortes.

Notfallstrategie: AVS
Auffinden
Versorgen (primär mit Atemluft)
in Sicherheit bringen

Abschlussübung: Abhandlung des gesamten Ablaufs, unter Nullsicht, Auswertung unter Videoanalyse.

Adrian Ridder, Atemschutzunfaelle.eu: Die lehren anderer sind da um aus ihnen zu lernen.

Getötete FA in Deutschland seit 1996: 12, verletzte AGT 190. Es werden die wenigsten Unfälle bekannt, auch beinahe-Unfälle. In Deutschland keine zentrale Meldestelle. Eine unabhängige Untersuchung ist nicht vorhanden. Vorbild: NIOSH in USA als eigenständige Behörde.

Es ist ein Umdenken nötig.

Ein Unfall ist fast immer eine Verkettung von unglücklichen Umständen – deshalb kann ein Unfall nicht auf eine einzige Ursache reduziert werden.

Einsatzbeispiele:
Köln / BM Stampe (verheddert, Luft ging aus): vorbildliche Aufarbeitung, unabhängige Kommission, Veröffentlichung der Ergebnisse.

gefundene Schwachpunkte:

Schwachpunkte: ua. Leinen, die rausfallen, Angstreaktion, Führungsaufgaben werden nicht wahrgenommen.

Berlin (Rettungssprung aus 4. OG)
Gute Aufarbeitung -> Konsequente Anpassung der Ausbildung, Entwicklung von SER.

Fehlinterpretation „Menschenrettung vor Brandbekämpfung“: hätte „Brandbekämpfung zur Menschenrettung“ heissen sollen. SERs stellen die Zusammenarbeit auch von Einheiten sicher, die sich nicht (gut) kennen. Brand wurde fehlinterpretiert. Einsatzstellenfunk war überlastet. Sicherheitstrupp war nicht sofort verfügbar.

Tübingen: 2 FA getötet.
Ungenügende Aufbereitung der Unfallkommission Tübingen. Diskrepanz zwischen Ergebnis UK und des Landgerichts Tübingen.

Probleme: Führungsdurchgriffe (Befehle von fremden GF). Keine effektive Einsatzführung, Lagefeststellung nur am Anfang. Durchzündung wurde nicht nach innen gemeldet. Schlauchplatzer, kein Schlauch für den Sicherungstrupp. ASÜ nicht ausreichend, wusste zu keinem Zeitpunkt wo der Trupp sich befand. Zu keinem Zeitpunkt nachfrage nach Standort.

== wenn wir unsere Unfälle nicht sauber aufarbeiten, machen das die Gerichte.

Wichtig: Führen im Einsatz. Lernen aus Fehler anderer. Ausbildung: gut und gerne härter als der Einsatz.

Jan Südmersen, BF Osnabrück: Die Feuerwehr der Feuerwehr – was können Sicherheitstrupp und Co. wirklich leisten?

Entwicklung im Bereich Atemschutz tut sich zu wenig, insbesondere Wissen, Wissensvermittlung. In den USA ist die Verarbeitung der Konsequenzen wesentlich besser als bei uns.

Geht auf die Umstände des Todes des FA Kyle Wilson in den USA ein: Videosequenzen und Mitschnitte des Funks. Umfassender Untersuchungsbericht, unter Anderem auch Probleme mit den neu eingeührten Digitalfunkgeräten. Kein Rettungstrupp vorhanden bzw. keine Rettungseinheit. 3 Untersuchungskommissionen.

Probleme: Ein FA will nicht gerettet werden: eher versucht man alles selbst alles bevor man um Hilfe ruft. Der Notfall begint viel früher: Bei Verlust der Orientierung, Verlust eines Truppmitglieds, keine Verbindung zum Gruppenührer.

Probleme: ein Trupp reicht aus. In vielen kritischen Fällen ist ein großer Aufwand an Rettungskräften notwendig. Richtiges Konzept notwendig. Mehr Personal vorhalten.

Grundregel: wenn die Grundregeln nicht beachtet werden, ist man Tot. Immer mit Schlauch und Leine in Verbindung bleiben.

Sicherheit fängt bei den Führungskräften an.

Regel: Unfälle geschehen bevorzugt bei „scheiss-„Objekten. Bei besonderen Objekten besonders viele Kräfte vorhalten (entsprechend denken).

Tipps: Ruhe bewahren, Fenster suchen, Notruf absetzen, usw.

Vorstellung einiger Übungszenarien, mit Stressfaktor.

Aussteigen durch Fenster erfordert auch richtige Ausrüstung. Crashrettung im Trupp mit Bandschlingen. Isolieren des Feuers beispielsweise durch zumachen der Tür.

Realistische Übungsszenarien angelehnt an Phoenix. 2 Lagen 1 Mann nach 30 meter orientierungslos, der zweite 5 meter vom Schlauch, bewusstlos.

Erfahrungen:
Suchaktionen dauert zu lange. WBK für SiTr ist notwendig, nicht von der Schlauchleitung trennen.
SiTr muss immer eigene Leine auslegen.
Leine befestigen, Rückmeldung ausgeben, Flasche kontrollieren.
Einer muss das Kommando haben.
SiTr ist immer hochriskant

Grundlagen sollten bekannt sein und gelebt werden.

Jan Ole Unger, Drehleiter.info: Anleiterbereitschaft

Anleiterbereitschaft ist eine Massnahme zur Sicherstellung eines zweiten Rückzugweges. Der zweite Rettungsweg MUSS sichergestellt sein.

Bereiststellung beisspielsweise durch Drehleitern, Tragbare Leitern.

Planung der Aufstellfläche bzw. Aufstellungsort: was kann ich damit erreichen?

Ständig bemannte Leiter notwendig. Anleitern so, dass das Fenster nicht zugestellt ist. Flacher Winkel besser, wenn AGT kopfüber herunterritschen wollen.

Sprungrettungsgeräte auch möglich (siehe Berlin). Wichtig: müssen aufgeblasen und aufgestellt werden.

ALB frühzeitig bereitstellen, muss angeordnet werden, Informationen über Beginn und Ort.

Vorstellung einiger Einsätze, ua. aus Kanada, bei denen eine ALB geholfen hätte.

Was muss ausgebildet werden? Grundausbildung:

Truppführer, Derhleitermaschinisten

Ab Gruppenfhrer:

Aufnahme der ALB in die SER.

Michael Metan, BF Stuttgart, Tiefbauunfälle (Gastthema)

Ulrich Cimolino, BF Düsseldorf: Einsatzstellenkommunikation

Voraussetzungen: Technik muss beherrscht werden. Kommunikationsplan muss vorhanden sein. Sat-Telefonie überlegen. DFÜ wird immer wichtiger.

Begriffsgrundlagen sollten bekannt und auf Deusch verfügbar sein: TMO (Trunked Mode Operation) = Netzbetrieb usw.

Analogfunk: Kanaltrennung (mehrkanalfähige Geräte). Digitalfunk auch problematisch.

Alle Funkgeräte müssen sicher beherrscht werden. Ggf. mehrere Geräte. Neue Vergabe bon Funkrufnamen im Verband. Einheitliches Funkrufnamen bundesweit nicht gegeben.

Der Funkrufname muss unabhängig von der Technik (digital / analog) sein. Fahrzeugfunk digital nicht simpel: überlastetes Netz bei zu vielen Gruppen auf dem Kanal sorgt für den unbemerkten Ausfall.

KFZ-Kennzeichen auf dem Dach für Erkennung als der Luft. Kennzeichen sollte auch im Innenraum zu sehen sein.

Gundlagen 2m:
Fahrzeuge, die in verschiedenen Abschnitten eingesetzt werden, sollten mehrkanalfähige 2m-Geräte mitführen. „Schnittstellen“ (Abshcnittsleiter etc.) mit min. 2 Geräten arbeiten.

Vorgaben aus der FwDV7 zu beachten: ASÜ notwendig, jeder Trupp mit min, 1 FuG. Seit 2002 vorgeschrieben, ältere Fahrzeuge müssen nachgerüstet werden (von 2 auf 4 Geräte)

Konzepte:
– Alles auf ein Kanal (so wie heute)
– Umschaltung vor Ort
– Führungs- Atemschutzkanal separat
– Abschnittsbezogen auf unterschiedlichen Kanälen

Sinnvoll: Kommunikationskinzept.
Löschzug: Führungskanal + Abschnittskanal
– weitere Kanäle entscheidet Einsatzleiter
– au√üerhalb der eigenen Gemeinde schwieriger. Der örtliche Einsatzleiter entscheidet über Funkorganisation
– Bei Einsatz mit anderen BOS Absprache mit betreffenden Einheitsführer

Kategorie: Reportagen und Berichte
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