Team | AGB | Impressum | Datenschutzbestimmungen | Kontakt | Bilder | Facebook | Twitter | Werben im FWnetz

Ortsbrandmeister Olaf Thurow hat die ersten Feuerwehrführerscheine im Landkreis Gifhorn an die Feuerwehrmitglieder Anika Schößler und Marc Thurow der Freiwilligen Feuerwehr Brechtorf übergeben. Mit dieser Bescheinigung können die beiden Feuerwehrleute nun Einsatzfahrzeuge mit einem maximalen Gesamtgewicht von 4,75 Tonnen fahren.
Nach einer umfangreichen internen Ausbildung, bei der die Themen „Ladungssicherung“, „Kennenlernen der Gefahrenbereiche“ sowie „Rückwärtsfahren und Rangieren“ auf dem Programm standen, mussten die beiden auf einer Prüfungsfahrt das erlernte Wissen anwenden.

Olaf Thurow wies bei der Übergabe der Fahrberechtigungen auf die Hintergründe hin: „Die seit 1999 geltenden europäischen Vorschriften hatten den Pkw-Führerschein von 7,5 auf 3,49 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht beschränkt. Die jetzige Generation der 20 bis 30-Jährigen verfügte in der Regel nur über die Fahrerlaubnisklasse B und kann damit nur noch Tragkraftspritzenfahrzeuge bis 3,49 to fahren. Bei den kleineren Feuerwehren bestehen deshalb zunehmend Schwierigkeiten, jungen Nachwuchs zu finden, der die neue Generation der Tragkraftspritzenfahrzeuge fahren darf“, so Thurow.

„Wir freuen uns über die neue Regelung, die besonders für das Brechtorfer Fahrzeug mit einem Gewicht von 4,6 Tonnen zugeschnitten ist“, zeigte er sich zufrieden. „Das Land Niedersachsen hat von der Gesetzesänderung des Bundes Gebrauch gemacht und damit den Erwerb einer Sonderfahrberechtigung für Einsatzfahrzeuge bis 4,75 Tonnen ermöglicht.“ Der Feuerwehrführerschein sichert gerade bei den kleinen Feuerwehren die Einsatzfähigkeit und stärkt daneben auch die Motivation.

Berlin (hl). „Schnell und sinnvoll umgesetzt“ – so loben Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), und Alfons Weinzierl, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, den Feuerwehr-Führerschein, der den bundesweit ersten beiden Feuerwehrangehörigen – Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Altenbuch aus dem bayrischen Landkreis Dingolfing-Landau – nun überreicht wurde. Gut einen Monat nachdem der Bundesrat die geänderte Fahrerlaubnisverordnung beschlossen hatte, setzte Bayern als erstes Bundesland den Feuerwehr-Führerschein in die Praxis um. Weiterlesen

(hl). Ergänzend zu diesem FWnetz-Beitrag die heutige Presseinformation vom DFV: Weiterlesen

Kategorie: Kurznachrichten
Tags: , ,

Berlin (hl). „Was bleibt übrig von einem Ministerversprechen?“, fragt die heute veröffentlichte DFV-Pressemitteilung. Nachfolgend die komplette Mitteilung: Weiterlesen

Kategorie: Kurznachrichten
Tags: ,

(iw) Aber hallo: laut diesem Bericht hat die Union in Bundeskabinett durchgesetzt, dass die Grundlagen für einen Feuerwehrführerschein – auch für andere HiOrgs – geschaffen wurden, und zwar bis 7,5 Tonnen anstatt der geforderten 4,25. Im Wortlaut: Weiterlesen

Kategorie: Aktuelles
Tags: ,

Bundesminister Wolfgang Tiefensee wird eine Führerschein-Ausnahmeregelung für Feuerwehrfahrzeuge bis zu 4,25 Tonnen schaffen. Tiefensee will so das Problem der Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland lösen, dass zu wenig junge Ehrenamtliche einen Führerschein für die Einsatzfahrzeuge besitzen.

„Sich bei der Freiwilligen Feuerwehr zu engagieren, ist und bleibt für junge Leute attraktiv,“ so Minister Tiefensee beim 4. ´Berliner Abend` des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) heute in Berlin. „Unsere Gesellschaft ist auf das Engagement der vielen Hunderttausend Ehrenamtlichen angewiesen. Um dies nicht zu gefährden, muss der Staat dort helfen, wo seine Hilfe benötigt wird. Das Problem des mangelnden Fahrernachwuchses bei der Freiwilligen Feuerwehr muss gelöst werden. Wir werden die gesetzlichen Voraussetzungen dafür schaffen, dass junge Ehrenamtliche zukünftig unter vereinfachten Bedingungen neben ihrer Fahrerlaubnisklasse B durch eine spezifische Zusatzausbildung und Prüfung den Führerschein für Einsatzfahrzeuge bis 4,25 Tonnen erlangen können. Dadurch sollen die Kosten dieses Führerscheins auf ein Drittel reduziert werden.“

Grund für die Probleme bei der Rekrutierung von Nachwuchsfahrern bei der Feuerwehr ist, dass nach der so genannten 2. EG Führerscheinrichtlinie von 1991 das Fahrerlaubnisrecht und insbesondere die deutschen Fahrerlaubnisklassen ab Januar 1999 an die gemeinschaftsrechtlichen Vorgaben anzupassen waren. Seither dürfen mit einer Fahrerlaubnis der Klasse B (Pkw) nur noch Kraftfahrzeuge bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von bis zu 3,5 Tonnen gefahren werden. Für Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse zwischen 3,5 Tonnen und 7,5 Tonnen ist hingegen seit 1999 eine Fahrerlaubnis der Klasse C1 und für Kraftfahrzeuge über 7,5 Tonnen eine Fahrerlaubnis der Klasse C erforderlich. Lediglich ältere Fahrerlaubnisinhaber, die vor dem 1. Januar 1999 ihren Führerschein erworben haben, können auch diese Fahrzeuge mit der bisherigen (alten) Klasse 3 fahren.

Durch eine Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) soll nun im Rahmen des EG-Rechts eine Rechtsgrundlage dafür geschaffen werden, dass Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren mit einer Fahrerlaubnis der Klasse B Einsatzfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse bis zu 4, 25 Tonnen fahren dürfen. Am Ende der erleichterten Ausbildung wird eine Prüfung stehen, um die Sicherheit bei den Einsätzen voll zu gewährleisten. Bisher kostet der Erwerb des benötigten Führerscheins der Klasse C1 rund 3.000 Euro. Diese Kosten sollen auf ein Drittel reduziert werden.

Tiefensee lud die Vertreter der Feuerwehr außerdem zu einem „Runden Tisch“ am 23. März ein, um weitere Unterstützungsmöglichkeiten für den Erwerb der erforderlichen Fahrerlaubnis auszuloten.

Quelle: PM BMVBS

Kategorie: Kurznachrichten
Tags: , , ,

Bottom