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Wiesbaden (HE), (sst). Wie das Hessische Innenministerium mitteilte, sollen die so genannten „Himmelslaternen“ in Hessen zukünftig verboten sein. Erst vor wenigen Tagen kam es in Dieburg durch eine Himmelslaterne zu zwei Wohnungsbränden (FWnetz berichtete). „Wir haben uns aufgrund der zunehmenden Zahl an Bränden, die durch diese Feuerlaternen entstanden sind, dazu entschlossen, ein landesweites Verbot auszusprechen“, sagte der hessische Innenminister Volker Bouffier heute in Wiesbaden.

Das Verbot werde in ein bis zwei Wochen rechtskräftig, sagte ein Ministeriumssprecher. Bislang konnten nur Kommunen zeitlich oder räumlich begrenzte Verbote erlassen. Betroffen sind Fluglaternen aus Papier, bei denen die Luft mit einer offenen Flamme erwärmt wird. Sie werden oft als Attraktion bei Feiern angezündet. „Wir wollen den Menschen nicht die Freude am Feiern verbieten, aber wir mussten aufgrund der Ereignisse abwägen und dem Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Bränden Vorrang geben“, so Bouffier. Verstöße gegen das Verbot können mit bis zu 5.000 Euro Bußgeld geahndet werden.

In Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen sind die Leuchten bereits verboten. Auch in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Thüringen ist ein Verbot in Kürze geplant. Durch Himmelslaternen war im Juni in Siegen (Nordrhein-Westfalen) bei einem Feuer ein zehnjähriger Junge ums Leben gekommen.

Dieburg (HE), (sst). Eigentlich sollten sie dem Hochzeitspaar Glück bringen. Doch im hessischen Dieburg verursachten Himmelslaternen einen Sachschaden von rund 250.000 Euro. Gäste einer Hochzeitsfeier im Fechenbacher Schloss hatten mehrere von Kerzen angetriebene Ballons aufsteigen lassen. Eine der sogenannten Himmelslaternen fing Feuer und landete auf der Terrassenüberdachung eines Wohnhauses.

„Gegen 23.00 Uhr gingen bei der Rettungsleitstelle die ersten Notrufe ein. Eine Balkonüberdachung in dem dicht bebauten historischen Stadtkern hatte Feuer gefangen. Beim Eintreffen der Feuerwehr standen der Balkon und die Dachstühle zweier angrenzenden Gebäude im Vollbrand. Bewohner befanden sich zu diesem Zeitpunkt keine mehr in den Wohnungen, Verletzte konnten glücklicherweise keine verzeichnet werden. Mehrere Trupps mit schwerem Atemschutz bekämpften den Brand im Inneren der beiden Häuser, von außen wurde über die Dieburger Drehleiter und dem Gelenkmast aus Münster der Dachstuhlbrand mit den Wenderohren bekämpft. Ein Übergreifen auf weitere Gebäude konnte verhindert werden. Das THW aus Groß-Umstadt unterstützte bei der Gebäudesicherung.“ [Feuerwehr Stadt Dieburg]

Die Dachstühle mussten zur Bekämpfung von Brandnestern durch die Feuerwehr eingerissen werden, teilte die Polizei mit. Durch Löschwasser entstand auch in darunter liegenden Geschossen mit Wohnungen und Ladengeschäften erheblich Schaden. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund 250.000 Euro.

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