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Ich war am vergangenen Wochenende zu einem Tagesseminar, welches von unserem Landesfeuerwehrverband angeboten wurde.

Der offizielle Titel ist „Medientraining vor laufender Kamera“.

Es waren Profis aus der Medienwelt da, um einen genauen Einblick in die Arbeit der Medien zu bekommen. Die Kräfte der Feuerwehren, die Umgang mit der Presse haben, sollten hier entsprechend geschult werden.

Es waren 2 Journalisten und 1 Kameramann dabei sowie 6 Feuerwehrkameraden.

Es begann mit einer Vorstellungsrunde, in der jeder seinen Sitznachbarn vorstellen sollte. Diese Vorstellung wurde aus einem Interview erstellt.

Danach wurde die Vortragsweise und die Wortwahl analysisert. Es wurden dann auch gleich Verbesserungshinweise gegeben, die man gleich umsetzen konnte.

Nach der Vorstellungsrunde kam der erste „Einsatz“ vor laufender Kamera. Es sollte ein Statement zu einem Feuerwehr-Thema gegeben werden. Jeder einzelne Kamerad trat vor die Kamera und wurde dabei genauestens beobachtet. Als alle fertig waren, schaute man sich zusammen das Ergebnis auf einem Monitor an und analysierte es. Dabei kamen interessante Aspekte auf, die einem als Feuerwehrmann ohne Medienerfahrung überhaupt nicht auffallen. Diese Kleinigkeiten können aber beim Zuschauer bereits mehrere Gefühle vermitteln :
– der weiß nicht, wovon er redet
– der erzählt nicht die ganze Wahrheit
– der ist sich seiner Sache 100%ig sicher
– der weiß ganz genau, wovon er redet.

Es sind viele Kleinigkeiten, auf die man als Zuschauer achtet. Das fängt bei nervösem Blick in die Kamera an und hört bei völliger Starre auf.

Nach der Analyse wurde dann für jeden ein Interview vorbereitet. Ein Interview ist für einen ungeübten Feuerwehrmann deutlich einfacher, weil der Journalist einem immer wieder die Möglichkeit gibt, im Redefluss zu bleiben. Die Gefahr dabei ist natürlich eindeutig, der Journalist kann den Feuerwehrmann mit gezielten Fragen in eine bestimmte Richtung lenken. Suggestive Fragen und Fragen, die mit nur einer Antwort enden können, führen das Interview in eine vom Journalisten gewollte Richtung.

Je sicherer man vor der Kamera durch das Training wird, umso besser kann man diese Art der Fragestellung erkennen und entgegenwirken.

Auch die Interviews wurden ausgewertet und dann besprochen. Nach dem Statement verlieren die Interviews deutlich besser, weil man schon sicherer wird.

Als Abschluss wurde dann ein Interview unter schwierigen Bedingungen absolviert. Hier hat der Interviewer gezielt immer in eine Richtung gezeigt und da fällt es dem Feuerwehrmann schon schwer, dort entgegen zu wirken.

Zusammenfassend ist so ein Training für jeden wärmstens zu empfehlen, der in Kontakt mit den Medien steht. Ich habe an dem Tag auf jeden Fall viel gelernt.

Die Berliner Feuerwehr wird ab diesem Jahr in einem neuen Erscheinungsbild unterwegs sein. Wieso, weshalb, warum…dazu gab es eine Presseerklärung.

(iw) Eine gute Erinnerung: egal WAS und WIE und VON WEM und IN WELCHER ART am Einsatzort berichtet wird. So wird das NICHT gelöst:

(Infos)

[@150kgleichter]

Kategorie: Kurznachrichten
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blu1Der Vollständigkeit halber hier der Pressetext zu „Big Lift U“ vom Wochenende. Wie man in diesem PDF (2,5mb) sieht, bin ich sogar auf die Titelseite der Lokalzeitung geraten :)

Nachfolgender Text beschreibt das Ereignis extrem gut. Wie man sieht, hat die Autorin sogar meine Gedanken auf Twitter aufgespürt. Nicht schlecht. Weiterlesen

Kategorie: Aktuelles
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Beim Surfen habe ich das Podcastangebot der Feuerwehr Frankfurt am Main gefunden.

Den Podcast gibt es auf feuerwehr-frankfurt.de und dann >Pressestelle > Podcast.

Die iTunes-Fans unter uns können sich den Podcast über iTunes abonnieren. Einfach über die Suche gehen, ist so schnell zu finden.

Und eine dritte Möglichkeit ist der RSS-Feed.

Aktuell gibt es folgende Folgen zu hören:

Na dann mal viel Spaß.

Kategorie: Kurznachrichten
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Als Feuerwehrler sollte man sich mit solchen Fragen beschäftigen, vorallem um in einer solchen Situation keine Gedanken mehr machen zu müssen.
Idealerweise gibts dazu natürlich HAndlungsanweisungen der lokalen Feuerwehrleitung…

DSLR-Forum-Thread dazu

Kategorie: Netzblogger
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Interessante Diskussion auf feuerwehr.de zum Thema Fotografen an der Einsatzstelle und Maßnahmen der Feuerwehr/Rettungskräfte.

Persönliche Ansicht:

Jedes Unfallopfer (auch die Toten) haben aus Art 1 GG einen Anspruch auf den Schutz der Menschenwürde, lebende Patienten zusätzlich noch Ansprüche aus Art. 2 Abs. 1 GG, der allgemeinen Handlungsfreiheit im Bezug auf die Darstellung der Person in der Öffentlichkeit. Wird der Patient durch das Foto zum bloßen Objekt der Sensationsgier herabgewürdigt so dürfen die Rettungskräfte meiner Ansicht nach Maßnahmen zur Abschirmung des Patienten treffen, da dann für die Pressefreiheit aus Art. 5 GG die sog, verfassungsimmanente Schrankentheorie greifen dürfte.

Eine Freie und unabhängige Presse ist, auch meiner Ansicht nach, eines der höchsten schutzwürdigen Güter eines Staates jedoch ist die Freiheit der Presse nicht grenzenlos. Wie oben schon angedeutet endet die Freiheit der Presse dort wo die Grundrechtsverletzung im Hinblick auf die Menschenwürde beginnt. Grundsätzlich ist bei einer solchen Situation jedoch eine Güterabwägung vorzunehmen, das Recht auf Pressefreiheit aus Art. 5 GG darf nicht zu sehr eingeschränkt, das Recht auf Schutz der Menschenwürde aus Art. 1 GG nicht zu sehr verletzt werden um es mal laienhaft auszudrücken (Ich habe jetzt keine Lust das ganze juristisch korrekt auszuformulieren, es ist heiß…).

Was bedeutet dass in der Praxis? Um es mal mit den Worten meiner Profs aus dem ÖRecht bzw. VerfRecht zu sagen: Es kommt auf den Einzelfall an. Man kann einem Fotografen schlichtweg nicht den Zutritt zur Einsatzstelle mit dem Argument „Opferschutz“ komplett verweigern, das ist überzogen. In meinen Augen unproblematisch ist dagegen der Aufbau eines Sichtschutzes unmittelbar um den Patienten um selbigen, zu schützen. Das ganze ist dann eine rechtmäßige Beschränkung des Art. 5 GG und ist meiner Ansicht nach auch zulässig.

Kategorie: Netzblogger
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