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Warum ist eigentlich gefährdungsangepasste PSA für viele ein absolutes Fremdwort?
Muss denn tatsächlich aus Gründen der „Einheitlichkeit“ jeder mit einer Überjacke durch die Gegend rennen?
Braucht gar jeder eine Überhose, damit die Mannschaft einheitlich aussieht?
Mittlerweile weiß man ja eigentlich, dass es in Feuerwehrdeutschland nichts gibt, das es nicht gibt, dennoch war ich überrascht von einer Wehr zu hören, die zwar für die komplette Mannschaft Überjacken und Überhosen beschafft, aber keinerlei „dünne“ Bekleidung!? Sind hier nicht Hitzeerschöpfung etc. vorprogrammiert?
Kürzlich irgendwo gelesen: „Man freue sich, dass die Feuerwehr ihre Gerätschaften so gut in Schuß hält, da zwar einiges notwendig wäre, aber die Kommune dafür kein Geld übrig (!) hätte“… Dafür hat aber jede Einsatzkraft eine Überjacke…

Wie könnte ein PSA-Konzept aussehen?

Hier mal ein Beispiel:

Ein Neuankömmling kommt zur Feuerwehr, an PSA bekommt er:

1 x Helm (DIN 443:2008)
1 x Jacke nach Hupf 3
1 x Hose nach Hupf 2
1 x Feuerwehrstiefel
1 x Schutzhandschuhe
1 x Warnweste (könnte auch ständig auf der Jacke getragen werden, ist billiger als die Reflexstreifen auf der Jacke)

Damit ist er für alle Bereiche bei Einsätzen, in denen er aufgrund seiner Ausbildung eingesetzt werden kann, vernünftig ausgestattet.

Der Neuankömmling befindet sich in der TM II Ausbildung und soll nun den AGT-Lehrgang besuchen, er bekommt zusätzlich zur PSa oben:

1 x Feuerschutzhaube
1 x Hollandtuch (im Tausch gegen das alte „Nackenleder“)
1 x Überjacke (Hupf 1)
1 x Überhose (Hupf 4B bei einer FF i.d.R: die bessere, weil fehlerunanfälligere Lösung)
1 x Brandbekämpfungshandschuhe

Somit ist er nun für alle möglichen Einsatzbereiche ausgerüstet (besondere PSA lassen wir mal außen vor, ist auf dem Fahrzeug bzw. den Fahrzeugen).
Für Brandeinsätze hat er die Überbekleidung. Für Brandeinsätze wie Flächenbrand etc. kann er im Sommer auch die „leichte“ PSA mitnehmen, bei TH ebenfalls.
Die Gefahr der Hitzeerschöpfung ist durch die Auswahlmöglichkeit der PSA verringert.
Die Kosten für die Kommune sind vertretbar bzw. geringer als bei der Lösung „alle gleich“

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