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Nach den Versprechungen und Aussagen der Politiker, haben diese nun einmal Wort gehalten. In der letzten Sitzung des Thüringer Landtag wurde die Zusatzrente für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr beschlossen. Was nun noch fehlt ist die Verordnung, welche Höhe, Form, Auszahlung, zusätzliche Einzahlungen usw. regelt.

Erfurt. Der Thüringer Landtag hat den Weg für eine Ehrenrente für freiwillige Feuerwehrleute frei gemacht. Der Beschluss fiel einstimmig. Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Fiedler sprach von einer „Sternstunde des Parlaments“. Thüringen setze damit Maßstäbe und sei wegweisend in der Bundesrepublik. Der Freistaat sei das erste Bundesland, das eine zusätzliche Altersversorgung für Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr anbietet. Er verwies auch darauf, dass der Gesetzentwurf innerhalb kürzester Zeit beraten und beschlossen wurde.

Innenminister Manfred Scherer (CDU) verwies auf die besonderen Gefahren beim Ehrenamt in der Feuerwehr. Die Kameradinnen und Kameraden riskierten ihr Leben, deshalb sei es gerechtfertigt, die Feuerwehrleute zu privilegieren. Dem schloss sich Heiko Gentzel von der SPD-Fraktion an. Mit der Rente werde sehr viel für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren getan und damit für die Sicherheit der Menschen im Freistaat. Roland Hahnemann von der Linken erklärte, die Feuerwehrrente sei richtig, sie könne aber nur eine Geste sein. Diese Geste habe aber ihre Berechtigung, da die Feuerwehrleute teilweise unter Einsatz ihres Lebens für andere Menschen da seien. Der Thüringer Feuerwehrverband zeigte sich über den Beschluss des Landtages erfreut. Die Rente sei nicht nur eine Anerkennung für ehrenamtliches Engagement, die Feuerwehrleute würden dadurch zusätzlich sozial abgesichert, so Verbandschef Lars Oschmann.

Die vom Landtag beschlossene Feuerwehrrente soll ab dem 60. Lebensjahr gezahlt werden. Sie wird zwischen 50 und 80 Euro monatlich liegen. Land und Kommunen zahlen dafür jedes Jahr rund sechs Millionen Euro. Unabhängig davon können die Kommunen für die Kameradinnen und Kameraden in den Feuerwehren noch weiter vorsorgen. So besteht die Möglichkeit, über das Rahmenabkommen des ThFV mit der Sparkassenversicherung die Vorsorge mit weiteren Produkten zu ergänzen. Wolfgang Fiedler rief die Kommunen außerdem dazu auf, auch noch andere Möglichkeiten zu nutzen. So könnten sie ihren Freiwilligen Feuerwehrleuten zum Beispiel freien Eintritt in Schwimmbäder, Sportstätten oder Museen ermöglichen oder die Kameradinnen und Kameraden beim Erwerb des Führerscheins unterstützen. Zum Abschluss gab er zu bedenken: Die Alternative zum Ehrenamt in der Feuerwehr seien Pflichtfeuerwehren oder weitere Berufsfeuerwehren. Gerade letztere seien nicht finanzierbar!

(Quelle: Mitteilung des Thüringer Feuerwehr-Verband e.V., www.thfv.de)

Wen es interessiert, in einer der letzten BrandSchutz sind das Thüringer-Modell der „Feuerwehr-Rente“ und noch ein weiteres eines anderen Bundeslandes gegenübergestellt worden.

Hofheim (He), (sc). Der Antrag einer Gemeinderatsfraktion in Hofheim für die freiwillige Feuerwehrleute eine Rente zu zahlen, ist vorerst vom Tisch. Zunächst will der Gemeinderat den Brandschutzbedarfsplan abwarten. Außerdem wird selbst bei Einführung der Rente kein nennenswerter Personalzuwachs erwartet.

Denn, so wurde in der Sitzung deutlich, es liege nicht unbedingt an der fehlenden Motivation der Arbeitnehmer, sondern vielmehr am mangelnden Verständnis und der fehlenden Akzeptanz in den Unternehmen, in denen die Brandschützer beschäftigt sind. Daneben vergrößerten auch die vielen Fehlalarme, die neben echten Einsätzen manches Mal mehrmals am Tag die Feuerwehrleute fordern, das Problem der Tagesalarmsicherheit. Außerdem hätten viele Brandschützer Arbeitsplätze außerhalb von Hofheim, weshalb sie am Tag nicht zu Einsätzen ausrücken könnten. Hinzu komme, dass bei der Diskussion eigentlich auch die anderen ehrenamtlich tätigen Einsatzkräfte beispielsweise im Bereich des DRK mit zu berücksichtigen seien.[Wiesbadener Kurier]

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